Debian GNU/Linux - Installationsanleitung Copyright © 2004, 2005, 2006, 2007 Das Debian-Installer-Team Dieses Handbuch ist freie Software; Sie können es unter den Bedingungen der GNU General Public License weiter veröffentlichen und/oder verändern. Sie finden die Lizenz im Anhang F, GNU General Public License. Zusammenfassung Dieses Dokument enthält Anweisungen zur Installation des Debian GNU/Linux 4.0-Systems (Codename ETCH) für die Alpha-Architektur ("alpha"). Es enthält auch Verweise auf andere Informationsquellen sowie Tipps, wie Sie das Beste aus Ihrem neuen Debian-System machen. Anmerkung Obwohl diese Installationsanleitung für alpha überwiegend aktuell ist, planen wir einige Änderungen und Umorganisationen nach der offiziellen Herausgabe von Etch. Sie finden möglicherweise eine neuere Version dieses Handbuchs auf der debian-installer-Website. Möglicherweise gibt es dort auch zusätzliche Übersetzungen. ------------------------------------------------------------------------------- Inhaltsverzeichnis Debian GNU/Linux 4.0 installieren auf alpha-Systemen 1. Willkommen bei Debian 1.1. Was ist Debian? 1.2. Was ist GNU/Linux? 1.3. Was ist Debian GNU/Linux? 1.4. Wie bekomme ich Debian? 1.5. Die neueste Version dieses Dokuments erhalten 1.6. Aufbau dieses Dokuments 1.7. Über Copyrights und Software-Lizenzen 2. Systemanforderungen 2.1. Unterstützte Hardware 2.1.1. Unterstützte Architekturen 2.1.2. CPUs, Mainboards und Grafikunterstützung 2.1.3. Grafikkarten-Unterstützung 2.1.4. Mehrere Prozessoren 2.2. Installationsmedien 2.2.1. CD-ROM/DVD-ROM 2.2.2. Festplatten 2.2.3. Netzwerk 2.2.4. Un*x- oder GNU-System 2.2.5. Unterstützte Speichersysteme 2.3. Peripherie und andere Hardware 2.4. Hardware speziell für GNU/Linux kaufen 2.4.1. Vermeiden Sie proprietäre oder "Closed" Hardware 2.5. Anforderungen an Arbeitsspeicher und Festplattenplatz 2.6. Hardware für Netzwerkverbindungen 2.6.1. Treiber, die spezielle Firmware erfordern 3. Bevor Sie Debian GNU/Linux installieren 3.1. Übersicht über den Installationsverlauf 3.2. Sichern Sie Ihre Daten! 3.3. Benötigte Informationen 3.3.1. Dokumentation 3.3.2. Quellen für Hardwareinformationen finden 3.3.3. Hardware-Kompatibilität 3.3.4. Netzwerkeinstellungen 3.4. Minimale Hardwareanforderungen 3.5. Im Voraus partitionieren für eine Multiboot-Installation 3.5.1. Partitionieren in Tru64 UNIX 3.5.2. Partitionierung unter Windows NT 3.6. Hardware- und Betriebssystem-Setup vor der Installation 4. System-Installationsmedien beschaffen 4.1. Offizielle Debian GNU/Linux-CD-ROMs 4.2. Dateien von einem Debian-Spiegelserver herunterladen 4.2.1. Wo Sie die Installations-Images finden 4.3. Dateien vorbereiten für TFTP-Netzwerk-Boot 4.3.1. Einen BOOTP-Server einrichten 4.3.2. Einen DHCP-Server einrichten 4.3.3. Den TFTP-Server aktivieren 4.3.4. Die TFTP-Images an ihren Platz befördern 4.4. Automatische Installation 4.4.1. Automatische Installation mit dem Debian-Installer 5. Das Installationssystem booten 5.1. Starten des Installers auf Alpha-Systemen 5.1.1. Alpha Console-Firmware 5.1.2. Per TFTP booten 5.1.3. Booten von CD-ROM mit der SRM-Konsole 5.2. Boot-Parameter 5.2.1. Debian-Installer-Parameter 5.3. Beseitigen von Problemen während der Installation 5.3.1. Zuverlässigkeit von CD-ROMs 5.3.2. Boot-Konfiguration 5.3.3. Die Startmeldungen des Kernels deuten 5.3.4. Installationsprobleme berichten 5.3.5. Installationsberichte einschicken 6. Den Debian-Installer verwenden 6.1. Wie der Installer funktioniert 6.2. Einführung in die Komponenten 6.3. Die einzelnen Komponenten 6.3.1. Den Debian-Installer einrichten und Konfiguration der Hardware 6.3.2. Partitionierung und Auswahl der Einhängepunkte im Dateisystem 6.3.3. Einrichten des Systems 6.3.4. Installation des Basissystems 6.3.5. Installation zusätzlicher Software 6.3.6. Ihr System bootfähig machen 6.3.7. Die Installation beenden 6.3.8. Verschiedenes 7. Das neue Debian-System starten 7.1. Der Moment der Wahrheit 7.2. Verschlüsselte Dateisysteme einbinden 7.2.1. dm-crypt 7.2.2. loop-AES 7.2.3. Fehlersuche und -behebung 7.3. Anmelden 8. Die nächsten Schritte und welche Seiten Sie noch besuchen sollten 8.1. Das System herunterfahren 8.2. Wenn Sie neu sind bei Unix 8.3. Sich nach Debian orientieren 8.3.1. Das Debian-Paketsystem 8.3.2. Programmversions-Verwaltung 8.3.3. Cron-Job-Management (zeitgesteuerte Aufgaben) 8.4. Wo Sie weiter lesen sollten - zusätzliche Informationen 8.5. Das System zur E-Mail-Nutzung einrichten 8.5.1. Standard-E-Mail-Konfiguration 8.5.2. E-Mails nach außerhalb verschicken 8.5.3. Den Mail Transport Agent Exim4 konfigurieren 8.6. Einen neuen Kernel kompilieren 8.6.1. Kernel-Image-Verwaltung 8.7. Ein kaputtes System reparieren A. Installations-HowTo A.1. Einleitung A.2. Den Installer booten A.2.1. CD-ROM A.2.2. Über das Netzwerk booten A.2.3. Von Festplatte starten A.3. Installation A.4. Schicken Sie uns einen Installationsbericht A.5. Zu guter Letzt ... B. Automatisieren der Installation mittels Voreinstellung B.1. Einführung B.1.1. Verschiedene Methoden der Voreinstellung B.1.2. Einschränkungen B.2. Voreinstellung nutzen B.2.1. Die Voreinstellungsdatei laden B.2.2. Boot-Parameter nutzen, um Fragen automatisiert zu beantworten B.2.3. Auto-Modus B.2.4. Für Voreinstellung nützliche Aliase B.2.5. Voreinstellungsdateien mittels eines DHCP-Servers festlegen B.3. Eine Voreinstellungsdatei erstellen B.4. Inhalt der Voreinstellungsdatei B.4.1. Lokalisierung B.4.2. Netzwerk-Konfiguration B.4.3. Einstellungen für den Spiegelserver B.4.4. Partitionierung B.4.5. Partitionierung mit RAID B.4.6. Einstellung von Zeit und Zeitzone B.4.7. Konfiguration von Apt B.4.8. Einrichtung von Benutzerzugängen B.4.9. Installation des Basissystems B.4.10. Installation des Bootloaders B.4.11. Paketauswahl B.4.12. Die erste Stufe der Installation beenden B.4.13. Konfiguration des X-Server-Systems B.4.14. Andere Pakete voreinstellen B.5. Erweiterte Optionen B.5.1. Während der Installation eigene Kommandos ausführen B.5.2. Voreinstellung nutzen, um Standardantworten auf Fragen zu ändern B.5.3. Mehrere Voreinstellungsdateien nacheinander laden C. Partitionieren für eine Debian-Installation C.1. Anzahl und Größe der Debian-Partitionen C.2. Der Verzeichnisbaum C.3. Empfohlene Partitionsschemata C.4. Gerätebezeichnungen unter Linux C.5. Debian-Partitionierungsprogramme C.5.1. Partitionierung auf Alpha-Systemen D. Verschiedenes D.1. Linux-Geräte D.1.1. Einrichten der Maus D.2. Festplattenplatz, der für die Programmgruppen benötigt wird D.3. Debian GNU/Linux von einem anderen Unix/Linux-System aus installieren D.3.1. Es geht los! D.3.2. debootstrap installieren D.3.3. Starten Sie debootstrap D.3.4. Das Basissystem konfigurieren D.3.5. Einen Kernel installieren D.3.6. Den Bootloader einrichten D.3.7. Zum Schluss D.4. Debian GNU/Linux über PPP over Ethernet (PPPoE) installieren E. Administratives E.1. Über dieses Dokument E.2. An diesem Dokument mithelfen E.3. Wesentliche Beiträge zu diesem Handbuch E.4. Anerkennung der Warenzeichen F. GNU General Public License Tabellenverzeichnis 3.1. Zur Installation notwendige Hardware-Informationen 3.2. Empfohlene minimale Systemanforderungen Debian GNU/Linux 4.0 installieren auf alpha-Systemen Wir freuen uns, dass Sie sich entschieden haben, Debian auszuprobieren; Sie werden feststellen, dass Debian's GNU/Linux-Distribution einzigartig ist. Debian GNU/Linux vereint hochqualitative, freie Software aus aller Welt in einem schlüssigen Gesamtkonzept. Wie wir glauben, werden Sie merken, dass das Ergebnis durchaus mehr ist als die Summe der einzelnen Teile. Wir können verstehen, dass viele von Ihnen Debian installieren möchten, ohne dieses Handbuch zu lesen, und der Debian-Installer ist dafür ausgelegt, dies zu ermöglichen. Falls Sie jetzt nicht die Zeit haben, das ganze Handbuch zu studieren, empfehlen wir, dass Sie das Installations-HowTo lesen; es wird Sie durch den grundlegenden Installationsprozess begleiten und enthält Querverweise ins Handbuch für ausführlichere Themen und für den Fall, dass etwas schief läuft. Sie finden es im Anhang A, Installations-HowTo. Nachdem dies gesagt wurde, hoffen wir, dass Sie trotzdem die Zeit finden, dieses Handbuch (zumindest größtenteils) zu lesen; dies könnte zu einem sachkundigen und hoffentlich erfolgreicheren Installationsverlauf verhelfen. Kapitel 1. Willkommen bei Debian Inhaltsverzeichnis 1.1. Was ist Debian? 1.2. Was ist GNU/Linux? 1.3. Was ist Debian GNU/Linux? 1.4. Wie bekomme ich Debian? 1.5. Die neueste Version dieses Dokuments erhalten 1.6. Aufbau dieses Dokuments 1.7. Über Copyrights und Software-Lizenzen Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über das Debian-Projekt und Debian GNU/ Linux. Wenn Sie die Geschichte des Debian-Projekts und der Debian GNU/ Linux-Distribution bereits kennen, können Sie im nächsten Kapitel weiterlesen. 1.1. Was ist Debian? Debian ist eine komplett aus Freiwilligen bestehende Organisation, die sich der Entwicklung freier Software und der Verbreitung der Ideale der Freie Software-Gemeinschaft verschrieben hat. Das Debian-Projekt startete 1993, als Ian Murdock in einer offenen Einladung Software-Entwickler dazu aufrief, an einer kompletten und konsistenten Softwaredistribution mitzuwirken, die auf dem relativ jungen Linux-Kernel basieren sollte. Die recht kleine Gruppe von engagierten Enthusiasten, ursprünglich von der Free Software Foundation gefördert und von der GNU-Philosophie beeinflusst, ist über die Jahre zu einer Organisation von rund 1010 Debian-Entwicklern angewachsen. Debian-Entwickler sind in vielen verschiedenen Bereichen tätig, unter anderem Web- und FTP-Administration, graphisches Design, rechtliche Analyse von Softwarelizenzen, das Schreiben von Dokumentation und natürlich auch die Pflege von Software-Paketen. Im Interesse, unsere Philosophie zu erklären und Entwickler zu gewinnen, die an die Prinzipien glauben, für die Debian steht, hat das Debian-Projekt einige Dokumente publiziert, die einen Überblick über unsere Werte geben und als Richtlinien dafür gelten, was es heißt, ein Debian-Entwickler zu sein: * Der Debian-Gesellschaftsvertrag (Debian Social Contract) ist eine Auflistung von Debian's Verpflichtungen gegenüber der freien Software-Gemeinschaft. Jeder, der einwilligt, den Gesellschaftsvetrag einzuhalten, kann ein Debian-Maintainer (Betreuer) werden. Jeder Maintainer kann neue Software in Debian einfließen lassen - vorausgesetzt, sie erfüllt unser Kriterien für freie Software und das Paket entspricht unseren Qualitätsstandards. * Die Debian-Richtlinien für Freie Software (Debian Free Software Guidelines; DFSG) sind eine klare und präzise Auflistung von Debian's Kriterien für Freie Software. Die DFSG ist ein sehr einflussreiches Dokument in der Freien Software-Bewegung und war die Grundlage der Open Source Definition. * Das Debian Policy Manual ist eine ausführliche Beschreibung der Qualitätsstandards des Debian-Projekts. Debian-Entwickler sind auch in einigen anderen Projekten eingebunden; einige davon sind spezifisch für Debian, andere betreffen teilweise oder gänzlich die Linux-Community. Einige Beispiele: * Die Linux Standard Base (LSB) ist ein Projekt mit dem Ziel, die Basis des GNU/Linux-Systems zu standardisieren, was Software- und Hardware-Entwicklern ermöglicht, auf einfache Weise Programme und Gerätetreiber für Linux allgemein zu schreiben anstatt nur für eine spezielle GNU/Linux-Distribution. * Der Filesystem Hierarchy Standard (FHS) ist ein Versuch, den Aufbau des Linux-Dateisystems zu standardisieren. Der FHS erlaubt Software-Entwicklern, sich auf ihre Aufgabe, dem Design von Programmen zu konzentrieren, ohne sich darum sorgen zu müssen, wie das Paket auf verschiedenen GNU/Linux-Distributionen installiert wird. * Debian Jr. ist ein internes Projekt, das gewährleisten soll, dass Debian selbst unseren jüngsten Benutzern etwas zu bieten hat. Für allgemeinere Informationen über Debian lesen Sie die Debian FAQ. 1.2. Was ist GNU/Linux? Linux ist ein Betriebssystem: eine Reihe von Programmen, die es Ihnen ermöglichen, mit Ihrem Computer zu interagieren und andere Programme laufen zu lassen. Ein Betriebssystem besteht aus verschiedenen fundamentalen Programmen, die von Ihrem Computer benötigt werden, um mit Benutzern zu kommunizieren und Anweisungen von ihm zu erhalten, um auf Festplatten, Bandlaufwerke und Drucker zu schreiben, um die Verwendung des Arbeitsspeichers zu verwalten und um andere Software auszuführen. Der wichtigste Teil eines Betriebssystems ist der Kernel. In einem GNU/Linux-System ist Linux die Kernel-Komponente. Der Rest des Systems besteht aus Programmen, von denen viele von dem oder für das GNU-Projekt geschrieben wurden. Da der Linux-Kernel alleine kein funktionierendes Betriebssystem darstellt, bevorzugen wir den Ausdruck "GNU/Linux", um Systeme zu beschreiben, die von vielen Leuten kurz einfach "Linux" genannt werden. Linux hat das Unix-Betriebssystem zum Vorbild. Von Beginn an war Linux als Multitasking- und Mehrbenutzer-System vorgesehen. Diese Tatsachen reichen aus, um Linux von anderen sehr bekannten Betriebssystemen zu unterscheiden. Der Unterschied ist aber sogar noch größer, als Sie sich vielleicht vorstellen. Im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen gibt es niemanden, dem Linux gehört. Große Teile seiner Entwicklung werden von unbezahlten Freiwilligen durchgeführt. Die Entwicklung dessen, was später GNU/Linux wurde, begann 1984, als die Free Software Foundation die Entwicklung eines freien, Unix-ähnlichen Betriebssystems namens GNU startete. Das GNU-Projekt hat eine umfassende Sammlung von freien Softwarewerkzeugen zur Verwendung mit Unix (tm) und Unix-ähnlichen Betriebssystemen wie Linux entwickelt. Diese Werkzeuge ermöglichen Benutzern, sowohl profane Aufgaben (wie das Kopieren oder Löschen von Dateien aus dem System) als auch höhere Aufgaben (wie das Schreiben und Kompilieren von Programmen oder das anspruchsvolle Bearbeiten einer Reihe von Dokumentformaten) zu bewältigen. Während viele Gruppen und Einzelne etwas zu Linux beigetragen haben, ist der größte einzelne Mitwirkende nach wie vor die Free Software Foundation, die nicht nur die meisten der unter Linux verwendeten Werkzeuge geschaffen hat, sondern auch die Philosophie und die Community, die Linux ermöglicht haben. Der Linux-Kernel tauchte zum ersten Mal 1991 auf, als ein finnischer Informatikstudent namens Linus Torvalds eine frühe Version eines Ersatz-Kernels für Minix in der Usenet Newsgroup comp.os.minix ankündigte. Besuchen Sie zu diesem Thema die Linux History Page von Linux International. Linus Torvalds koordiniert nach wie vor die Arbeit von mehreren hundert Entwicklern mit der Hilfe von einigen vertrauten Stellvertretern. Eine hervorragende wöchentliche Zusammenfassung der Diskussionen auf der linux-kernel-Mailingliste ist Kernel Traffic. Mehr Informationen über die linux-kernel-Mailingliste finden Sie in der linux-kernel mailing list - FAQ. Linux-Benutzer haben eine enorme Freiheit bei der Auswahl ihrer Software. Zum Beispiel können sie aus einem Dutzend verschiedener Kommandozeilen-Interpretern und einigen graphischen Desktops auswählen. Diese Auswahl ist oftmals verwirrend für Benutzer von anderen Betriebssystemen, die es nicht gewohnt sind, dass die Kommandozeile oder der Desktop austauschbar sind. Linux ist auch weniger absturzgefährdet, besser dazu geeignet, mehr als ein Programm gleichzeitig auszuführen, und sicherer als viele andere Betriebssysteme. Mit diesen Vorteilen ist Linux das am schnellsten wachsende Betriebssystem am Servermarkt. In letzter Zeit wird Linux auch bei Heim- und Businessanwendern immer beliebter. 1.3. Was ist Debian GNU/Linux? Die Philosophie und Methoden von Debian kombiniert mit den GNU-Werkzeuge, dem Linux-Kernel und anderer wichtiger freier Software bildet eine einzigartige Softwaredistribution, genannt Debian GNU/Linux. Diese Distribution setzt sich aus einer großen Anzahl von Software-Paketen zusammen. Jedes Paket in der Distribution enthält ausführbare Dateien, Skripte, Dokumentation, Konfigurationsinformationen und hat einen Maintainer (Paketbetreuer), der primär dafür verantwortlich ist, das Paket aktuell zu halten, Fehlerberichte zu verfolgen und mit den Entwicklern der Software zu kommunizieren. Unsere sehr breite Benutzerbasis kombiniert mit unserem Bug-Tracking-System (der Fehlerdatenbank) stellt sicher, dass Probleme schnell gefunden und behoben werden. Debian's Aufmerksamkeit für Details erlaubt uns, eine qualitativ hochwertige, stabile und skalierbare Distribution zu erstellen. Installationen können auf einfache Weise konfiguriert werden, um verschiedenste Anforderungen zu erfüllen, von kleinen Firewalls über wissenschaftliche Desktop-Arbeitsplätze bis hin zu High-End-Netzwerkservern. Debian ist speziell bei fortgeschrittenen Benutzern wegen seiner technischen Vorzüge und seines starken Engagements für die Anforderungen und Erwartungen der Linux-Community beliebt. Debian hat auch viele Funktionen in Linux eingeführt, die mittlerweile Standard sind. Zum Beispiel war Debian die erste Linux-Distribution, die ein Paketverwaltungssystem zur einfachen Installation und Deinstallation von Software beinhaltete. Es war auch die erste Linux-Distribution, die für ein Upgrade keine Neuinstallation erforderte. Debian belegt weiterhin eine Führungsposition in der Linux-Entwicklung. Sein Entwicklungsprozess ist ein Beispiel dafür, wie gut das Open-Source-Entwicklungsmodell funktionieren kann - sogar bei sehr komplexen Aufgaben wie dem Erstellen und Pflegen eines ganzen Betriebssystems. Das Merkmal, das Debian am meisten von anderen Linux-Distributionen unterscheidet, ist sein Paketverwaltungssystem. Diese Werkzeuge geben dem Administrator eines Debian-Systems die volle Kontrolle über die Pakete, die im System installiert sind, sowohl wenn z.B. ein einzelnes Paket installiert werden soll wie auch für eine automatische Aktualisierung des ganzen Betriebssystems. Einzelne Pakete können auch vor einem Update geschützt werden. Sie können dem Paketmanagement sogar mitteilen, welche Software Sie evtl. selbst kompiliert haben und welche Abhängigkeiten diese enthält. Zum Schutz des Systems vor "Trojanischen Pferden" (Schadprogramme, die sich auf Ihrem Rechner einnisten und dort unbemerkt Daten ausspionieren oder Hintertüren für weitere Aktivitäten öffnen; auch "Trojaner" genannt) und anderer bösartiger Software verifizieren die Server von Debian, dass die hochgeladenen Pakete von ihren registrierten Debian-Paketbetreuern kommen. Diese legen großen Wert darauf, ihre Pakete möglichst sicher zu konfigurieren. Wenn Sicherheitsprobleme in ausgelieferten Paketen auftauchen, sind Korrekturen normalerweise sehr schnell verfügbar. Aufgrund von Debian's einfachen Update-Möglichkeiten können Sicherheitskorrekturen automatisch aus dem Internet heruntergeladen und installiert werden. Die primäre und beste Methode, Unterstützung für Ihr Debian GNU/Linux-System zu erhalten und mit Debian-Entwicklern zu kommunizieren, sind die vom Debian-Projekt verwalteten Mailinglisten (während dieses Dokument geschrieben wurde, gab es mehr als 215 davon). Der einfachste Weg, sich bei einer oder mehreren davon einzutragen, besteht im Besuch der Debian Mailinglisten-Abonnierungs-Seite und dem Ausfüllen des dort bereitgestellten Formulars. 1.4. Wie bekomme ich Debian? Wie man Debian GNU/Linux aus dem Internet herunterladen kann oder wo Sie offizielle Debian-CDs kaufen können, lesen Sie auf der Webseite "Debian besorgen". Anhand der vollständigen Liste von Debian-Spiegelservers können Sie leicht den Server finden, der Ihrem Standort am nächsten ist. Debian kann nach der Installation sehr einfach aktualisiert werden. Der Installer hilft beim Einrichten des Paketsystems, so dass die Aktualisierungen bei Bedarf nach Beenden der Installation durchgeführt werden können. 1.5. Die neueste Version dieses Dokuments erhalten Dieses Dokument wird ständig überarbeitet. Besuchen Sie die Debian-4.0-Seiten bezüglich der allerneuesten Informationen über die Version 4.0 des Debian GNU/ Linux-Systems. Aktualisierte Versionen dieses Installationshandbuchs sind auch auf den offiziellen Seiten des Installationshandbuchs verfügbar. 1.6. Aufbau dieses Dokuments Dieses Dokument ist als Handbuch für neue Debian-Benutzer gedacht. Es versucht, so wenig Annahmen wie möglich über die Menge Ihrer Erfahrungen zu machen. Es wird jedoch angenommen, dass Sie eine allgemeine Ahnung davon haben, wie die Hardware in Ihrem Computer funktioniert. Erfahrene Benutzer können auch interessante Referenzinformationen in diesem Dokument finden, darunter die minimalen Installationsanforderungen, Details über die vom Debian-Installationssystem unterstützte Hardware usw. Wir ermuntern erfahrene Benutzer, in diesem Dokument Passagen nach Belieben zu überspringen. Im Allgemeinen ist dieses Handbuch linear aufgebaut und führt Sie von Anfang bis Ende durch den Installationsprozess. Hier sind die Schritte zum Installieren von Debian GNU/Linux und die Abschnitte dieses Dokuments, die den jeweiligen Schritten entsprechen: 1. Feststellen, ob Ihre Hardware den Anforderungen zur Verwendung des Installationssystems entspricht, in Kapitel 2, Systemanforderungen beschrieben. 2. Sichern Sie Ihr System, führen Sie alle notwendigen Planungen und Hardwarekonfigurationen durch, bevor Sie Debian installieren, wie in Kapitel 3, Bevor Sie Debian GNU/Linux installieren näher erläutert. Wenn Sie ein Multi-Boot-System vorbereiten, müssen Sie möglicherweise freien Speicherplatz auf Ihrer Festplatte für Debian bereitstellen, der neu partitioniert werden kann. 3. In Kapitel 4, System-Installationsmedien beschaffen wird beschrieben, wie Sie sich die für Ihre Installationsmethode notwendigen Dateien beschaffen. 4. Kapitel 5, Das Installationssystem booten beschreibt das Booten des Installationssystems. Dieses Kapitel behandelt auch Problemlösungen, falls Sie mit diesem Schritt Probleme haben. 5. Durchführen der eigentlichen Installation gemäß Kapitel 6, Den Debian-Installer verwenden. Das beinhaltet die Auswahl Ihrer Sprache, die Konfiguration von Treibermodulen für die Peripherie, die Konfiguration der Netzwerkverbindung (so dass noch benötigte Installationsdateien von einem Debian-Server heruntergeladen werden können, sofern Sie nicht von CD installieren), die Partitionierung der Festplatten und die Installation eines Basissystems; danach die Auswahl und Installation von Programmgruppen. (Einige Hintergrundinformationen über das Einrichten der Partitionen für Ihr Debian-System werden in Anhang C, Partitionieren für eine Debian-Installation gegeben.) 6. Starten Sie Ihr neu installiertes Basissystem, wie in Kapitel 7, Das neue Debian-System starten beschrieben. Haben Sie das System installiert, können Sie Kapitel 8, Die nächsten Schritte und welche Seiten Sie noch besuchen sollten lesen. Dieses Kapitel erklärt, wo Sie nach mehr Informationen über Unix und Debian suchen können und wie Sie Ihren Kernel durch eine neue Version ersetzen können. Informationen über dieses Dokument und wie Sie daran mitwirken können finden Sie schließlich im Anhang E, Administratives. 1.7. Über Copyrights und Software-Lizenzen Wir sind sicher, Sie haben einige der Lizenzen gelesen, die kommerzieller Software beiliegen - sie beinhalten normalerweise, dass Sie je eine Kopie der Software nur auf einem einzigen Computer verwenden dürfen. Die Lizenz dieses Systems ist vollkommen anders. Wir ermuntern Sie, eine Kopie auf jeden Computer in Ihrer Schule oder an Ihrem Arbeitsplatz zu installieren. Leihen Sie Ihr Installationsmedium Ihren Freunden und helfen Sie ihnen, das System auf ihren Computern zu installieren! Sie können sogar Tausende von Kopien anfertigen und verkaufen - wenngleich unter Beachtung einiger Einschränkungen. Ihre Freiheit, das System installieren und verwenden zu dürfen, kommt daher, dass Debian auf freier Software basiert. Software frei zu nennen, heißt nicht, dass die Software nicht urheberrechtlich geschützt ist, und es heißt auch nicht, dass die CDs, die diese Software enthalten, gratis verbreitet werden müssen. Freie Software heißt einmal, dass für die Verbreitung oder Verwendung dieser Programme der Lizenz nach nichts bezahlt werden muss. Freie Software bedeutet ebenfalls, dass jeder die Software erweitern, adaptieren und verändern sowie auch die Ergebnisse seiner Arbeit verbreiten darf. Anmerkung Das Debian-Projekt stellt als pragmatisches Zugeständnis an seine Benutzer auch einige Pakete zur Verfügung, die nicht unseren Kriterien für freie Software entsprechen. Diese Pakete sind jedoch nicht Teil der offiziellen Distribution, und sie sind nur in den contrib- oder non-free-Bereichen der Debian-Spiegelserver oder auf Third-Party-CD-ROMs (CDs aus "dritter Hand", keine offiziellen Debian-CDs) verfügbar; der Abschnitt "Die Debian FTP-Archive" der Debian GNU/Linux-FAQ enthält zusätzliche Informationen über den Aufbau und den Inhalt dieser Archive. Viele der Programme im System stehen unter der GNU General Public License, oftmals auch einfach "die GPL" genannt. Die GPL erfordert, den Quellcode der Programme verfügbar zu machen, wann immer eine binäre Kopie des Programms verbreitet wird; diese Bestimmung der Lizenz stellt sicher, dass jeder Benutzer die Möglichkeit hat, die Software zu modifizieren. Auf Grund dieser Bestimmung ist der Quellcode^[1] für alle solchen Programme im Debian-System verfügbar. Es gibt einige andere Formen von Copyright-Bestimmungen und Softwarelizenzen, die für Programme in Debian verwendet werden. Sie können die Copyrights und Lizenzen für jedes auf Ihrem System installierte Paket in der Datei /usr/share/ doc/package-name/copyright finden, wenn das Paket installiert ist. Für weitere Informationen über Lizenzen und die Entscheidungsfindung von Debian, ob Software frei genug ist, um in die Hauptdistribution aufgenommen zu werden, lesen Sie die Debian-Richtlinien für Freie Software (DFSG). Der wichtigste rechtliche Hinweis ist, dass diese Software ohne Garantie ist. Die Programmierer, die diese Programme entwickelt haben, haben das zum Nutzen der Gemeinschaft (der "Community") gemacht. Es wird keine Garantie gegeben, was die Eignung der Software für irgendeinen Zweck betrifft. Da die Software jedoch frei ist, wird Ihnen gestattet, sie Ihren Bedürfnissen anzupassen - und die Vorteile der Änderungen auszunutzen, die von anderen durchgeführt wurden, die die Software auf dieselbe Art erweitert haben. -------------- ^[1] Für Informationen zum Finden, Entpacken und Bauen von Binärdateien aus Debian-Quellpaketen lesen Sie den Abschnitt "Basics of the Debian Package Management System" der Debian GNU/Linux-FAQ. Kapitel 2. Systemanforderungen Inhaltsverzeichnis 2.1. Unterstützte Hardware 2.1.1. Unterstützte Architekturen 2.1.2. CPUs, Mainboards und Grafikunterstützung 2.1.3. Grafikkarten-Unterstützung 2.1.4. Mehrere Prozessoren 2.2. Installationsmedien 2.2.1. CD-ROM/DVD-ROM 2.2.2. Festplatten 2.2.3. Netzwerk 2.2.4. Un*x- oder GNU-System 2.2.5. Unterstützte Speichersysteme 2.3. Peripherie und andere Hardware 2.4. Hardware speziell für GNU/Linux kaufen 2.4.1. Vermeiden Sie proprietäre oder "Closed" Hardware 2.5. Anforderungen an Arbeitsspeicher und Festplattenplatz 2.6. Hardware für Netzwerkverbindungen 2.6.1. Treiber, die spezielle Firmware erfordern Dieser Abschnitt informiert über die benötigte Hardware, um Debian zum Laufen zu bringen. Sie finden ebenso Verweise zu weiteren Informationen über Hardware, die von GNU und Linux unterstützt wird. 2.1. Unterstützte Hardware Debian stellt keine zusätzlichen Anforderungen an die Hardware außer denen des Linux-Kernels und der GNU-Werkzeuge. Daher läuft Debian auf jeder Architektur oder Plattform, auf die der Linux-Kernel, libc, gcc usw. portiert wurden und für die eine Debian-Portierung existiert. Bitte besuchen Sie die Portierungs-Seite http://www.debian.org/ports/alpha/ für weitere Informationen über Alpha-Architektur-Systeme, die mit Debian getestet wurden. Dieser Abschnitt versucht nicht, all die verschiedenen Hardware-Konfigurationen zu erläutern, die von Alpha unterstützt werden, sondern bietet vielmehr allgemeine Informationen und Verweise, wo zusätzliche Informationen gefunden werden können. 2.1.1. Unterstützte Architekturen Debian 4.0 unterstützt zwölf Haupt-Architekturen und einige Variationen von jeder dieser Architekturen, auch als "Flavours" bekannt. +-----------------------------------------------------------------------------+ | Architektur |Debian-Kennzeichnung| Unterarchitektur | Flavour | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| |Intel x86-basiert|i386 |  |  | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| |AMD64 & Intel |amd64 |  |  | |EM64T | | | | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| |DEC Alpha |alpha |  |  | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |Netwinder und CATS |netwinder | | | |-----------------------+--------------| | | |Intel IOP32x |iop32x | |ARM und StrongARM|arm |-----------------------+--------------| | | |Intel IXP4xx |ixp4xx | | | |-----------------------+--------------| | | |RiscPC |rpc | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |PA-RISC 1.1 |32 | |HP PA-RISC |hppa |-----------------------+--------------| | | |PA-RISC 2.0 |64 | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| |Intel IA-64 |ia64 |  |  | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |SGI IP22 (Indy/Indigo |r4k-ip22 | | | |2) | | | | |-----------------------+--------------| | | |SGI IP32 (O2) |r5k-ip32 | |MIPS (Big Endian)|mips |-----------------------+--------------| | | |Broadcom BCM91250A |sb1-bcm91250a | | | |(SWARM) | | | | |-----------------------+--------------| | | |Broadcom BCM91480B |sb1a-bcm91480b| | | |(BigSur) | | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |Cobalt |cobalt | | | |-----------------------+--------------| | | | |r4k-kn04 | | | |DECstation |--------------| |MIPS (Little | | |r3k-kn02 | |Endian) |mipsel |-----------------------+--------------| | | |Broadcom BCM91250A |sb1-bcm91250a | | | |(SWARM) | | | | |-----------------------+--------------| | | |Broadcom BCM91480B |sb1a-bcm91480b| | | |(BigSur) | | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |Atari |atari | | | |-----------------------+--------------| | | |Amiga |amiga | | | |-----------------------+--------------| | | |68k Macintosh |mac | |Motorola 680x0 |m68k |-----------------------+--------------| | | | |bvme6000 | | | | |--------------| | | |VME |mvme147 | | | | |--------------| | | | |mvme16x | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |CHRP |chrp | |IBM/Motorola | |-----------------------+--------------| |PowerPC |powerpc |PowerMac |pmac | | | |-----------------------+--------------| | | |PReP |prep | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |sun4m |sparc32 | | | |-----------------------+--------------| |Sun SPARC |sparc |sun4u | | | | |-----------------------|sparc64 | | | |sun4v | | |-----------------+--------------------+-----------------------+--------------| | | |IPL vom VM-Reader und |generic | |IBM S/390 |s390 |DASD | | | | |-----------------------+--------------| | | |IPL vom Bandlaufwerk |tape | +-----------------------------------------------------------------------------+ Dieses Dokument umfasst die Installation für die Alpha-Architektur. Wenn Sie Informationen über eine der anderen von Debian unterstützten Architekturen suchen, besuchen Sie die Debian Portierungs-Seiten. 2.1.2. CPUs, Mainboards und Grafikunterstützung Komplette Informationen bezüglich unterstützter DEC Alphas können im Linux-Alpha-HowTo gefunden werden. Der Zweck dieses Abschnitts ist, die Systeme zu behandeln, die von den Boot-Medien unterstützt werden. Alpha-Maschinen sind in verschiedene Systemtypen unterteilt, da es einige Generationen von Motherboards und unterstützten Chipsätzen gibt. Verschiedene Systeme ("Unterarchitekturen") haben oftmals stark unterschiedliche Techniken und Möglichkeiten. Daher kann sich der Installationsprozess und vor allem das Hochfahren von System zu System unterscheiden. Die folgende Tabelle listet die vom Debian Installationssystem unterstützten Systemtypen auf. Die Tabelle zeigt auch den Codenamen für diese Systemtypen. Sie müssen diesen Codenamen kennen, wenn Sie mit dem Installationsvorgang beginnen: +-----------------------------------------------------------------------------+ | Hardware-Typ | Alias |MILO-Image| |-----------------------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 500 5/266.300 |Maverick |alcor | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 500 5/333...500|Bret |alcor | |ALCOR |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 600/266...300 |Alcor |alcor | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 600/300...433 |XLT |xlt | |------------+----------------------------+------------------------+----------| |BOOK1 |AlphaBook1 (laptop) |Alphabook1/Burns |book1 | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 200 4/100...166|Mustang |avanti | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 200 4/233 |Mustang+ |avanti | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 205 4/133...333|LX3 |avanti | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 250 4/300 |M3+ |avanti | |AVANTI |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 255 4/133...333|LX3+ |avanti | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 300 4/266 |Melmac |avanti | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 400 4/166 |Chinet |avanti | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 400 4/233...300|Avanti |avanti | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaPC164 |PC164 |pc164 | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaPC164-LX |LX164 |lx164 | |EB164 |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaPC164-SX |SX164 |sx164 | | |----------------------------+------------------------+----------| | |EB164 |EB164 |eb164 | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaPC64 |Cabriolet |cabriolet | | |----------------------------+------------------------+----------| |EB64+ |AlphaPCI64 |Cabriolet |cabriolet | | |----------------------------+------------------------+----------| | |EB64+ |EB64+ |eb64p | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |EB66 |EB66 |eb66 | |EB66 |----------------------------+------------------------+----------| | |EB66+ |EB66+ |eb66p | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |DEC 2000 Model 300(S) |Jensen |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| |JENSEN |DEC 2000 Model 500 |Culzen |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |DECpc 150 |Jensen |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 433a |Miata |miata | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 433au |Miata |miata | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 466au |Miata |miata | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 500a |Miata |miata | |MIATA |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 500au |Miata |miata | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 550au |Miata |miata | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 600a |Miata |miata | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Personal WorkStation 600au |Miata |miata | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000 4/200 |Mikasa |mikasa | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000 4/233..266 |Mikasa+ |mikasa | |MIKASA |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000 5/300 |Mikasa-Pinnacle |mikasa | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000 5/300 |Mikasa-Primo |mikasa | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |UP1000 |Nautilus |N/A | |NAUTILUS |----------------------------+------------------------+----------| | |UP1100 |Galaxy-Train/Nautilus |N/A | | | |Jr. | | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AXPpci33 |Noname |noname | |NONAME |----------------------------+------------------------+----------| | |UDB |Multia |noname | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000A 4/ |Noritake |N/A | | |233...266 | | | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000A 5/300 |Noritake-Pinnacle |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1000A 5/ |Noritake-Primo |N/A | | |333...500 | | | |NORITAKE |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 800 5/333...500 |Corelle |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaStation 600 A |Alcor-Primo |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Digital Server 3300 |Corelle |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Digital Server 3300R |Corelle |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| |PLATFORM |P2K |P2K |p2k | |2000 | | | | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 1200 5/xxx |Tincup/DaVinci |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 4000 5/xxx |Wrangler/Durango |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| |RAWHIDE |AlphaServer 4100 5/xxx |Dodge |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Digital Server 5300 |Tincup/DaVinci |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Digital Server 7300 |Dodge |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |DeskStation AlphaPC164-UX |Ruffian |ruffian | | |----------------------------+------------------------+----------| | |DeskStation RPL164-2 |Ruffian |ruffian | | |----------------------------+------------------------+----------| | |DeskStation RPL164-4 |Ruffian |ruffian | |RUFFIAN |----------------------------+------------------------+----------| | |DeskStation RPX164-2 |Ruffian |ruffian | | |----------------------------+------------------------+----------| | |DeskStation RPX164-4 |Ruffian |ruffian | | |----------------------------+------------------------+----------| | |Samsung AlphaPC164-BX |Ruffian |ruffian | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 2000 4/xxx |Demi-Sable |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 2000 5/xxx |Demi-Gamma-Sable |N/A | |SABLE |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 2100 4/xxx |Sable |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer 2100 5/xxx |Gamma-Sable |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| |TAKARA |21164 PICMG SBC |Takara |takara | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS15 |HyperBrick2 |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS25 |Granite |N/A | |TITAN |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer ES45 |Privateer |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |UNKNOWN |Yukon |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS10 |Webbrick |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS10L |Slate |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS20 |Catamaran/Goldrush |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS20E |Goldrack |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer DS20L |Shark |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer ES40 |Clipper |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| |TSUNAMI |DP264 |DP264 |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |SMARTengine 21264 PCI/ISA |Eiger |N/A | | |SBC | | | | |----------------------------+------------------------+----------| | |UNKNOWN |Warhol |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |UNKNOWN |Windjammer |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |UP2000 |Swordfish |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |XP1000 |Monet/Brisbane |N/A | | |----------------------------+------------------------+----------| | |XP900 |Webbrick |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer GS160 |Wildfire |N/A | |WILDFIRE |----------------------------+------------------------+----------| | |AlphaServer GS320 |Wildfire |N/A | |------------+----------------------------+------------------------+----------| |XL |XL-233...266 |XL |xl | +-----------------------------------------------------------------------------+ Es wird davon ausgegangen, dass Debian etch die Installation auf allen Alpha-Unterarchitekturen unterstützt mit Ausnahme der Ruffian-Systeme, die nur ARC unterstützen, sowie der XL- und der Titan-Unterarchitektur, die eine Änderung an den Kernel-Compile-Optionen erfordern. 2.1.3. Grafikkarten-Unterstützung Debian's Unterstützung für grafische Schnittstellen hängt vom zu Grunde liegenden Support des X.Org-X11-Systems ab. Die meisten AGP-, PCI- und PCIe-Grafikkarten funktionieren unter X.Org. Details über unterstützte Grafikkarten-Bussysteme, Grafikkarten, Bildschirme und Zeigegeräte finden Sie unter http://xorg.freedesktop.org/. Debian GNU/Linux 4.0 liefert X.Org in der Version 7.1 mit. 2.1.4. Mehrere Prozessoren Mehrprozessor-Unterstützung - auch "symmetrisches Multiprocessing (SMP)" genannt - ist für diese Architektur verfügbar. Das Standard-Kernelimage in 4.0 unterstützt jedoch kein SMP. Das sollte eine Installation jedoch nicht verhindern, da der Standard-Nicht-SMP-Kernel auch auf SMP-Systemen starten müsste; der Kernel wird dann lediglich die erste CPU verwenden. Um die Vorteile von mehreren Prozessoren zu nutzen, müssen Sie den Standard-Debian-Kernel ersetzen. Sie können eine Erörterung, wie das geht, unter Abschnitt 8.6, "Einen neuen Kernel kompilieren" finden. Zum momentanen Zeitpunkt (Kernel-Version 2.6.18) ist der Weg zum Aktivieren von SMP das Auswählen von "Symmetric multi-processing support" im "General setup"-Abschnitt der Kernel-Konfiguration. 2.2. Installationsmedien Dieses Kapitel wird Ihnen helfen, festzustellen, welche unterschiedlichen Medientypen Sie nutzen können, um Debian zu installieren. Wenn Sie beispielsweise ein Diskettenlaufwerk in Ihrem Rechner haben, können Sie es benutzen, um Debian zu installieren. Den Installationsmedien ist ein eigenes Kapitel gewidmet (Kapitel 4, System-Installationsmedien beschaffen), das die Vor- und Nachteile jedes Medientyps auflistet. Sie können noch einmal hierher zurückblättern, wenn Sie das Kapitel gelesen haben. 2.2.1. CD-ROM/DVD-ROM Anmerkung Wann immer in diesem Manual die Rede von "CD-ROM" ist, ist damit "CD-ROM oder DVD-ROM" gemeint, da beide Technologien aus Sicht des Betriebssystems fast gleich sind (mit Ausnahme einiger sehr alter nicht-standardkonformer CD-ROM-Laufwerke, die weder SCSI- noch IDE/ATAPI-kompatibel sind). Eine CD-ROM-basierte Installation wird für einige Architekturen unterstützt. Auf Geräten, die das Starten von CD-ROM erlauben, sollte es Ihnen möglich sein, eine Installation komplett durchzuführen. Sogar auf einem System, das das Starten von CD-ROM nicht unterstützt, können Sie die CD-ROM in Kombination mit den anderen Techniken verwenden, um Ihr System zu installieren, sobald Sie auf anderem Wege gebootet haben; siehe Kapitel 5, Das Installationssystem booten. Sowohl SCSI- als auch IDE/ATAPI-CD-ROMs werden unter Alpha unterstützt, sofern der Controller von der SRM-Konsole unterstützt wird. Dies schließt viele nachgerüstete Controller-Karten aus, aber die meisten auf dem Motherboard integrierten IDE- und SCSI-Chips und Controllerkarten, die vom Hersteller angeboten werden, werden wahrscheinlich funktionieren. Um herauszufinden, ob Ihr Gerät von der SRM-Konsole unterstützt wird, lesen Sie das SRM-Firmware-HowTo. 2.2.2. Festplatten Das Starten des Installationssystem von einer Festplatte ist eine weitere Option für viele Architekturen. Dies erfordert, dass ein anderes Betriebssystem den Installer auf die Festplatte lädt. 2.2.3. Netzwerk Das Netzwerk kann während der Installation verwendet werden, um für die Installation benötigte Dateien zu beziehen. Ob das Netzwerk genutzt wird oder nicht, hängt von der gewählten Installationsmethode ab sowie Ihren Antworten auf gewisse Fragen, die während der Installation gestellt werden. Das Installationssystem unterstützt die meisten Arten von Netzwerkverbindungen (inklusive PPPoE, allerdings nicht ISDN oder PPP), entweder über HTTP oder FTP. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können Sie Ihr System konfigurieren, ISDN oder PPP zu verwenden. Sie können Ihr System auch über das Netzwerk booten. Die diskettenlose Installation per Netzwerk-Boot von einem Local Area Network (LAN-Netzwerk) incl. dem Einbinden aller lokalen Dateisystemen per NFS ist eine weitere Möglichkeit. 2.2.4. Un*x- oder GNU-System Wenn Sie ein anderes Unix-ähnliches System laufen haben, könnten Sie dieses zur Installation von Debian GNU/Linux verwenden, ohne den debian-installer, der im Rest dieses Handbuches beschrieben ist, zu verwenden. Diese Installationsmethode ist sinnvoll für Benutzer mit ansonsten nicht unterstützter Hardware oder auf Servern, die sich keine Abschaltung des Systems leisten können. Wenn Sie sich für diese Technik interessieren, lesen Sie Abschnitt D.3, "Debian GNU/Linux von einem anderen Unix/Linux-System aus installieren". 2.2.5. Unterstützte Speichersysteme Die Debian-Bootmedien beinhalten einen Kernel, der kompiliert ist, um die Anzahl der Systeme, auf denen er läuft, zu maximieren. Unglücklicherweise erzeugt dies einen größeren Kernel, der viele Treiber beinhaltet, die für Ihr Gerät gar nicht verwendet werden (siehe Abschnitt 8.6, "Einen neuen Kernel kompilieren", um zu lernen, wie Sie einen eigenen Kernel kompilieren können). Grundsätzlich ist Unterstützung für möglichst viele Geräte wünschenswert, um sicherzustellen, dass Debian auf einer umfangreichen Palette von Hardware installiert werden kann. Alle vom Linux-Kernel unterstützten Speichersysteme werden auch vom Boot-System unterstützt. Das schließt sowohl SCSI- als auch IDE-Festplatten ein. Beachten Sie aber, dass auf vielen Systemen die SRM-Konsole nicht imstande ist, von IDE-Laufwerken zu booten und der Jensen ist unfähig, von Floppy zu starten (siehe http://www.alphalinux.org/faq/FAQ-9.html für mehr Informationen über das Booten des Jensen) 2.3. Peripherie und andere Hardware Linux unterstützt eine breite Auswahl an Hardware-Geräten wie Mäuse, Drucker, Scanner, PCMCIA- und USB-Geräte. Allerdings werden die meisten dieser Geräte während der Installation des Systems nicht benötigt. 2.4. Hardware speziell für GNU/Linux kaufen Es gibt einige Anbieter, die Systeme mit Debian oder anderen GNU/ Linux-Distributionen vorinstalliert anbieten, siehe Computerhersteller mit vorinstalliertem Debian . Sie bezahlen möglicherweise mehr für dieses Privileg, aber Sie kaufen sich auch ein Stück Seelenfrieden, denn Sie können dadurch sicher gehen, dass Ihre Hardware von GNU/Linux gut unterstützt wird. Ob Sie nun ein System mit mitgeliefertem Linux kaufen oder ohne, oder gar gebrauchte Hardware, es ist immer wichtig, zu kontrollieren, ob Ihre Hardware vom Linux-Kernel unterstützt wird. Überprüfen Sie, ob Ihre Hardware in den oben angegebenen Referenzen aufgelistet ist. Lassen Sie Ihren Verkäufer wissen, dass Sie für ein Linux-System einkaufen. Unterstützen Sie Linux-freundliche Hardware-Anbieter! 2.4.1. Vermeiden Sie proprietäre oder "Closed" Hardware Einige Hardware-Hersteller werden uns einfach nicht mitteilen, wie Treiber für ihre Hardware zu schreiben sind. Andere gewähren keinen Zugriff auf die Dokumentation ohne einen Geheimhaltungsvertrag, was uns davon abhält, den Linux-Quellcode zu veröffentlichen. Da wir keinen Zugang zu den Dokumentationen dieser Geräte erhalten haben, werden Sie einfach unter Linux nicht funktionieren. Sie können helfen, indem Sie die Hersteller solcher Hardware bitten, die Dokumentation zu veröffentlichen. Wenn genügend Leute fragen, werden sie begreifen, dass die Free Software Community einen wichtigen Markt darstellt. 2.5. Anforderungen an Arbeitsspeicher und Festplattenplatz Sie müssen mindestens 32MB Arbeitsspeicher und 500MB freien Festplattenspeicher haben. Beachten Sie, dass dies absolute Mindestanforderungen sind. Realistischere Daten finden Sie im Abschnitt 3.4, "Minimale Hardwareanforderungen". 2.6. Hardware für Netzwerkverbindungen Nahezu alle Netzwerkkarten (NIC), die vom Linux-Kernel unterstützt werden, sollten auch vom Installationssystem unterstützt werden; modulare Treiber werden normalerweise automatisch geladen. 2.6.1. Treiber, die spezielle Firmware erfordern Das Installationssystem unterstützt derzeit nicht das Herunterladen von Firmware. Das bedeutet, dass jede Netzwerkkarte, dessen Treiber es erfordert, dass Firmware geladen wird, standardmäßig nicht unterstützt wird. Falls keine andere Netzwerkkarte für die Installation genutzt werden kann, ist es immer noch möglich, Debian GNU/Linux von einer Komplett-CD-ROM oder DVD zu installieren. Wählen Sie die Option, das Netzwerk unkonfiguriert zu lassen und benutzen Sie zur Installation nur die Pakete, die auf der CD/DVD verfügbar sind. Sie können den nötigen Treiber und die Firmware installieren, wenn die Installation abgeschlossen ist (nach dem Neustart) und das Netzwerk manuell konfigurieren. Beachten Sie, dass die Firmware unter Umständen getrennt vom Treiber separat paketiert ist und nicht in der "main"-Sektion des Debian GNU/ Linux-Archivs enthalten sein könnte. Falls der Treiber selbst unterstützt wird, können Sie die Netzwerkkarte vielleicht auch während der Installation verwenden, indem Sie die Firmware von einem anderen Medium nach /usr/lib/hotplug/firmware kopieren. Vergessen Sie nicht, die Firmware am Ende der Installation (vor dem Neustart) ebenfalls in das entsprechende Verzeichnis des zu installierenden Systems zu kopieren. Kapitel 3. Bevor Sie Debian GNU/Linux installieren Inhaltsverzeichnis 3.1. Übersicht über den Installationsverlauf 3.2. Sichern Sie Ihre Daten! 3.3. Benötigte Informationen 3.3.1. Dokumentation 3.3.2. Quellen für Hardwareinformationen finden 3.3.3. Hardware-Kompatibilität 3.3.4. Netzwerkeinstellungen 3.4. Minimale Hardwareanforderungen 3.5. Im Voraus partitionieren für eine Multiboot-Installation 3.5.1. Partitionieren in Tru64 UNIX 3.5.2. Partitionierung unter Windows NT 3.6. Hardware- und Betriebssystem-Setup vor der Installation Dieses Kapitel behandelt die Vorbereitung des Systems für die Installation von Debian (bevor Sie den Installer starten). Dies beinhaltet das Sichern Ihrer vorhandenen Daten, das Sammeln von Informationen über Ihre Hardware sowie aller anderen benötigten Infos. 3.1. Übersicht über den Installationsverlauf Zuallererst ein kurzes Wort über Neuinstallationen. Unter Debian sind Umstände, die eine komplette Neuinstallation notwendig machen, äußerst selten; ein mechanisches Versagen der Festplatte wäre vielleicht der häufigste Grund. Viele gängige Betriebssysteme benötigen evtl. eine komplette Neuinstallation, wenn kritische Fehler vorkommen oder für Upgrades auf neuere Versionen des Betriebssystems. Selbst wenn keine komplette Neuinstallation notwendig ist, müssen oftmals die verwendeten Programme neu installiert werden, um unter der neuen Version des Betriebssystems korrekt zu funktionieren. Unter Debian GNU/Linux ist es wahrscheinlicher, dass Sie, wenn etwas schief läuft, Ihr Betriebssystem reparieren können, als es neu installieren zu müssen. Upgrades erfordern niemals eine komplette Neuinstallation; Sie können stattdessen immer aktualisieren. Die Programme sind fast immer mit den nachfolgenden Betriebssystemversionen kompatibel. Benötigt die neue Version eines Programms neuere zu Grunde liegende Software, so stellt das Debian-Paketsystem sicher, dass die benötigte Software automatisch identifiziert und installiert wird. Es wurde sehr viel Aufwand betrieben, die Notwendigkeit einer Neuinstallation zu vermeiden; Sie sollten es deshalb als allerletzte Möglichkeit ansehen. Der Installer ist nicht für die Neuinstallation über eine bestehende Version ausgelegt. Hier ist eine Übersicht der Schritte, die Sie während der Installation durchführen werden. 1. Sichern von bestehenden Daten oder Dokumenten auf der Festplatte, auf die Sie installieren wollen. 2. Sammeln Sie Informationen über Ihren Computer und alle benötigten Dokumentationen, bevor Sie die Installation starten. 3. Schaffen Sie Platz für Debian auf Ihrer Festplatte, der dann partitioniert werden kann. 4. Die Installationssoftware und spezielle Treiber für Ihre Hardware herunterladen (betrifft nicht Debian-CD-Benutzer). 5. Boot-Bänder/Disketten/USB-Sticks erstellen oder Bootdateien anlegen (die meisten Debian-CD-Benutzer können von einer der CDs starten). 6. Starten des Installationssystems. 7. Auswählen der Sprache, in der die Installation durchgeführt wird. 8. Aktivieren der Netzwerkverbindung, falls verfügbar. 9. Erstellen und Mounten der Partitionen, auf denen Debian installiert wird. 10. Beobachten Sie den automatischen Download-/Installations- und Setupvorgang des Basissystems. 11. Einen Bootloader installieren, der Debian GNU/Linux und/oder Ihr bereits vorhandenes Betriebssystem starten kann. 12. Das neu installierte System zum ersten Mal starten. Wenn Sie Probleme während der Installation haben, hilft es, wenn Sie wissen, welche Pakete bei welchen Schritten beteiligt sind. Hier die wichtigsten Akteure in diesem Installations-Schauspiel: Die Installer-Software (debian-installer) ist die wichtigste Angelegenheit dieses Handbuchs. Sie erkennt die Hardware und lädt dafür benötigte Treiber, benutzt den DHCP-Client, um die Netzwerkverbindung einzurichten, installiert die Basissystempakete mittels debootstrap und startet tasksel, um Ihnen zu erlauben, zusätzliche Software zu installieren. Etliche andere Akteure spielen noch kleinere Rollen in diesem Prozess, aber der debian-installer hat seine Aufgabe erfüllt, wenn Sie das neue System zum ersten Mal starten. Um das System an Ihre Bedürfnisse anzupassen, erlaubt Ihnen tasksel, verschiedene vordefinierte Softwarezusammenstellungen zu installieren, wie z.B. "Web-Server" oder "Arbeitsplatzsystem". Eine wichtige Option während der Installation ist die Frage, ob eine grafische Benutzeroberfläche installiert werden soll oder nicht, bestehend aus dem X-Window-System und einer der verfügbaren grafischen Desktop-Umgebungen. Wenn Sie die Programmgruppe "Arbeitsplatz-Umgebung" nicht zur Installation ausgewählt haben, erhalten Sie nur ein relativ einfaches, kommandozeilen-basiertes System. Die Installation der Programmgruppe Arbeitsplatz-Umgebung ist optional, da sie einen sehr großen Bedarf an Festplattenplatz hat und außerdem sind viele Debian GNU/Linux-Systeme Server sind, die keinen echten Bedarf für eine grafische Benutzeroberfläche haben, um ihre Arbeit zu tun. Seien Sie sich dessen bewusst, dass das X-Window-System (die grafische Oberfläche) vom debian-installer komplett getrennt ist und auch erheblich komplizierter ist. Die Installation und Problembeseitigung der X-Window-Installation wird in diesem Handbuch nicht behandelt. 3.2. Sichern Sie Ihre Daten! Bevor Sie beginnen, vergewissern Sie sich, dass Sie von allen Dateien auf Ihrem System Sicherheitskopien haben. Wenn es das erste Mal ist, dass Sie ein fremdes Betriebssystem auf Ihrem Rechner installieren, ist es möglicherweise erforderlich, Ihre Festplatte neu zu partitionieren, um Platz für Debian GNU/ Linux zu schaffen. Immer, wenn Sie Ihre Festplatte neu partitionieren, haben Sie das Risiko, alle Daten auf der Festplatte zu verlieren, unabhängig davon, welches Programm Sie dafür verwenden. Die während der Installation verwendeten Programme sind sehr zuverlässig und die meisten werden seit Jahren verwendet; aber sie sind auch sehr mächtig und ein falscher Schritt kann Sie Ihre Daten kosten. Seien Sie vorsichtig, auch wenn Sie Ihre Daten gesichert haben. Zwei Minuten Nachdenken können Ihnen Stunden unnötiger Arbeit ersparen. Falls Sie ein Multiboot-System erstellen, vergewissern Sie sich, dass Sie die Installationsmedien aller anderen installierten Betriebssysteme zur Hand haben. Speziell wenn Sie Ihr Startlaufwerk neu partitionieren, müssen Sie unter Umständen den Bootloader Ihres Betriebssystems neu installieren oder in einigen Fällen das ganze Betriebssystem selbst und alle Dateien auf den betroffenen Partitionen. 3.3. Benötigte Informationen 3.3.1. Dokumentation 3.3.1.1. Installationshandbuch Das Dokument, das Sie gerade lesen; es ist die offizielle Version des Installationshandbuchs für die Etch-Veröffentlichung von Debian; es ist in verschiedenen Formaten und Übersetzungen verfügbar. 3.3.1.2. Hardware-Dokumentation Enthält oft nützliche Informationen zum Konfigurieren oder Verwenden Ihrer Hardware. * Linux/Alpha FAQ 3.3.2. Quellen für Hardwareinformationen finden In vielen Fällen ist der Installer in der Lage, Ihre Hardware automatisch zu erkennen. Um jedoch vorbereitet zu sein, empfehlen wir, sich vor der Installation mit der Hardware vertraut zu machen. Hardwareinformationen können von folgenden Quellen bezogen werden: * Die Handbücher, die mit jedem Hardwareteil mitgeliefert werden. * Das BIOS-Setup Ihres Computers. Sie gelangen in das BIOS-Setup, indem Sie eine Taste/Tastenkombination drücken, während der Computer startet. Sehen Sie in Ihrem Handbuch nach, um die passende Kombination herauszufinden. Oftmals ist es die Entfernen-Taste. * Die Verpackung Ihrer Hardware. * Systembefehle oder Werkzeuge in einem anderen Betriebssystem, inklusive in Dateimanagern angezeigte Informationen. Diese Quelle ist im Speziellen nützlich, um Informationen über RAM- oder Festplattenspeicher zu erhalten. * Ihr Systemadministrator oder Internetprovider. Sie können Ihnen die zur Einrichtung notwendigen Einstellungen von Netzwerk und E-Mail verraten. Tabelle 3.1. Zur Installation notwendige Hardware-Informationen +-----------------------------------------------------------------------------+ | Hardware | Informationen, die Sie benötigen könnten | |-----------+-----------------------------------------------------------------| | |Wie viele Sie haben. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Deren Reihenfolge im System. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Ob IDE oder SCSI (die meisten Rechner haben IDE). | |Festplatten|-----------------------------------------------------------------| | |Verfügbarer freier Plattenplatz. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Partitionen. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Partitionen, auf denen andere Betriebssysteme installiert sind. | |-----------+-----------------------------------------------------------------| | |Modell und Hersteller. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Unterstützte Auflösungen. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Horizontale Bildwiederholrate. | |Bildschirm |-----------------------------------------------------------------| | |Vertikale Bildwiederholrate. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Unterstützte Farbtiefe (Anzahl der Farben). | | |-----------------------------------------------------------------| | |Bildschirmgröße. | |-----------+-----------------------------------------------------------------| | |Typ: seriell, PS/2 oder USB. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Anschluss. | |Maus |-----------------------------------------------------------------| | |Hersteller. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Anzahl der Tasten. | |-----------+-----------------------------------------------------------------| | |Modell und Hersteller. | |Netzwerk |-----------------------------------------------------------------| | |Typ des Adapters/der Karte. | |-----------+-----------------------------------------------------------------| | |Modell und Hersteller. | |Drucker |-----------------------------------------------------------------| | |Unterstützte Druckauflösungen. | |-----------+-----------------------------------------------------------------| | |Modell und Hersteller. | | |-----------------------------------------------------------------| |Grafikkarte|Verfügbarer Video-Speicher. | | |-----------------------------------------------------------------| | |Unterstützte Auflösungen und Farbtiefen (vergleichen Sie diese | | |Angaben mit denen Ihres Bildschirms). | +-----------------------------------------------------------------------------+ 3.3.3. Hardware-Kompatibilität Viele Markenprodukte funktionieren problemlos unter Linux. Zudem verbessert sich die Hardwareunterstützung für Linux täglich. Linux unterstützt jedoch nicht so viele verschiedene Typen von Hardware wie manch anderes Betriebssystem. Sie können die Hardware-Kompatibilität wie folgt überprüfen: * Suchen Sie auf der Website des Herstellers nach (neuen) Treibern. * Suchen Sie auf Webseiten oder in Handbüchern nach Informationen über Emulationen. Produkte weniger bekannter Marken können manchmal die Treiber oder Einstellungen von besser bekannten verwenden. * Durchsuchen Sie Hardware-Kompatibilitätslisten für Linux auf Webseiten für Ihre Architektur. * Suchen Sie im Internet nach Erfahrungsberichten anderer Benutzer. 3.3.4. Netzwerkeinstellungen Wenn Ihr Computer rund um die Uhr mit einem Netzwerk verbunden ist (z.B. Ethernet oder eine gleichwertige Verbindung - keine PPP-(Wähl-)Verbindung), sollten Sie beim Systemadministrator des Netzwerks die folgenden Informationen erfragen: * Ihren Hostnamen (den Name Ihres Rechners im Netzwerk; möglicherweise können Sie selbst einen auswählen). * Ihren Domainnamen. * Die IP-Adresse Ihres Computers. * Die Netzmaske zur Verwendung in Ihrem Netzwerk. * Die IP-Adresse eines Standard-Gateway-Systems, zu dem Sie routen sollen, falls Ihr Netzwerk einen Gateway hat. * Den Rechner in Ihrem Netzwerk, den Sie als DNS-(Domain Name Service-)Server verwenden sollen. Andererseits, wenn Ihr Administrator Ihnen sagt, dass ein DHCP-Server verfügbar und empfohlen ist, benötigen Sie all diese Informationen nicht, da der DHCP-Server diese während des Installationsprozesses direkt an Ihren Computer weitergibt. Wenn Sie ein kabelloses Funk-Netzwerk (WLAN) verwenden, sollten Sie auch das Folgende erfragen: * Die ESSID Ihres kabellosen Netzwerks. * Den WEP-Sicherheitsschlüssel (falls notwendig). 3.4. Minimale Hardwareanforderungen Sobald Sie Informationen über die Hardware Ihres Computers gefunden haben, überprüfen Sie, ob diese Hardware die Art der Installation zulässt, die Sie durchführen wollen. Abhängig von Ihren Bedürfnissen können Sie auch mit weniger als der unten aufgelisteten Hardware auskommen. Die meisten Benutzer riskieren jedoch, im Nachhinein frustriert zu sein, wenn Sie diese Empfehlungen ignorieren. Tabelle 3.2. Empfohlene minimale Systemanforderungen +-----------------------------------------------------------------------------+ | Art der | Arbeitsspeicher | Arbeitsspeicher |Festplatte| | Installation | (minimal) | (empfohlen) | | |------------------+----------------------+------------------------+----------| |Ohne Desktop |64 Megabyte |256 Megabyte |1 Gigabyte| |------------------+----------------------+------------------------+----------| |Mit Desktop |64 Megabyte |512 Megabyte |5 Gigabyte| +-----------------------------------------------------------------------------+ Die absoluten Minimalanforderungen an den Arbeitsspeicher sind um einiges geringer als in der Tabelle angegeben. Abhängig von der Architektur ist es möglich, Debian mit sehr wenig Arbeitsspeicher (20MB bei s390, 48MB bei i386 und amd64) zu installieren. Dasselbe gilt für die Anforderungen an den freien Platz auf der Festplatte, speziell wenn Sie die Anwendungen, die Sie installieren, einzeln auswählen; siehe Abschnitt D.2, "Festplattenplatz, der für die Programmgruppen benötigt wird" für zusätzliche Informationen über benötigten Festplattenplatz. Es ist möglich, eine grafische Desktop-Umgebung auch auf älteren oder Low-End-Systemen laufen zu lassen, aber in diesem Fall wird empfohlen, einen Window-Manager zu installieren, der weniger ressourcen-hungrig ist als die GNOME- oder KDE-Desktop-Umgebung; Sie könnten zum Beispiel xfce4, icewm oder wmaker verwenden, aber es gibt auch noch weitere. Es ist praktisch unmöglich, für Server-Installationen generelle Speicher- oder Festplattenplatzanforderungen anzugeben, da dies sehr davon abhängt, wozu der Server verwendet wird. Bedenken Sie, dass diese Angaben nicht die anderen Daten enthalten, die normalerweise auf solchen Systemen vorhanden sind, wie die Dateien der Benutzer, E-Mails und Daten. Es ist immer ratsam, bei der Erwägung des für Ihre eigenen Dateien benötigten Platzes großzügig zu sein. Der zum reibungslosen Betrieb des Debian GNU/Linux-Systems selbst nötige Festplattenplatz ist bereits in die Empfehlungen mit eingerechnet. Erwähnt werden muss hier das Verzeichnis/die Partition /var, das viele Debian-spezifische Statusinformationen wie Protokolldateien enthält, zusätzlich zu dem regulären Inhalt. Die dpkg-spezifischen Dateien (mit Informationen über alle installierten Pakete) können z.B leicht 40MB beanspruchen. Auch legt apt-get heruntergeladene Pakete dort ab, bevor Sie installiert werden. Sie sollten immer mindestens 200MB für /var bereithalten bzw. sogar erheblich mehr, wenn Sie eine grafische Desktop-Umgebung installieren. 3.5. Im Voraus partitionieren für eine Multiboot-Installation Das Partitionieren Ihrer Festplatte ist das Aufteilen Ihrer Platte in einzelne Abschnitte. Jeder Abschnitt ist von den anderen unabhängig. Es ist so ähnlich wie das Aufstellen von Wänden in einem Haus; wenn Sie in einem Raum ein Möbelstück aufstellen, beeinflusst das die anderen Räume nicht. Wenn Sie bereits ein Betriebssystem auf Ihrem Rechner haben (z.B. Tru64 (Digital UNIX), OpenVMS, Windows NT, FreeBSD, ...) und Linux auf die gleiche Festplatte installieren möchten, müssen Sie sie neu partitionieren. Debian benötigt eigene Festplatten-Partitionen. Es kann nicht auf Windows- oder MacOS-Partitionen installiert werden. Es kann sich möglicherweise Partitionen mit anderen Linux-Systemen teilen, was hier jedoch nicht behandelt wird. Sie benötigen mindestens eine eigene Partition für das Debian-Root-Verzeichnis. Sie können Informationen über Ihre bisherigen Partitionen mittels eines Partitionierungs-Tools Ihres aktuellen Betriebssystems bekommen. Partitionierungsprogramme bieten immer eine Möglichkeit, existierende Partitionen anzuzeigen, ohne Änderungen vorzunehmen. Normalerweise zerstört die Änderung einer Partition, die bereits ein Dateisystem enthält, alle Daten, die darauf gespeichert sind. Daher sollten Sie vor einer Neupartitionierung immer alle Ihre Daten sichern. Denken Sie an die Analogie mit dem Haus, auch dort würden Sie Ihr Mobiliar aus dem Zimmer räumen, bevor Sie eine Mauer verschieben, da Sie ansonsten riskieren, es zu zerstören. Wenn Ihr Rechner mehr als eine Festplatte hat, möchten Sie vielleicht eine der Festplatten komplett für Debian verwenden. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie diese Festplatte nicht partitionieren, bevor Sie die Installation starten; das im Installer enthaltene Partitionierungsprogramm kann diese Aufgabe problemlos übernehmen. Hat Ihr Rechner nur eine Festplatte und Sie möchten Ihr Betriebssystem komplett durch Debian GNU/Linux ersetzen, können Sie mit dem Partitionieren auch warten, bis es als Teil des Installationsprozesses aufgerufen wird (siehe Abschnitt 6.3.2.1, "Partitionieren Ihrer Festplatten (partman)"). Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie den Installer von System-Tapes, CD-ROM oder per Netzwerk-Boot starten. Denken Sie daran: wenn Sie von Dateien booten, die sich auf der Festplatte befinden, und diese Festplatte im Installationsvorgang neu partitionieren (das heißt, Sie zerstören die Bootdateien), sollten Sie hoffen, dass die Installation gleich auf Anhieb erfolgreich funktioniert. Zumindest sollten Sie in diesem Fall eine alternative Methode zum Wiederherstellen des Systems wie zum Beispiel die CDs oder Tapes der Originalinstallation bereithalten. Wenn Ihr Gerät bereits mehrere Partitionen hat und genug Platz durch das Löschen oder Ersetzen von einer oder mehreren von ihnen geschaffen werden kann, dann können Sie ebenfalls warten und das Partitionierungsprogramm des Debian-Installers verwenden. Sie sollten sich trotzdem die folgenden Informationen durchlesen, da es spezielle Umstände (wie die Reihenfolge der existierenden Partitionen innerhalb der Partitionstabelle) gibt, die Sie dazu zwingen könnten, die Partitionierung doch vor dem Debian-Installationsprozess durchzuführen. In allen anderen Fällen müssen Sie Ihre Festplatte vor der Installation neu partitionieren, um partitionierbaren Platz für Debian zu schaffen. Wenn einige der Partitionen zu anderen Betriebssystemen gehören, sollten Sie diese unter Verwendung der Partitionsprogramme dieser Betriebssysteme anlegen. Wir empfehlen, nicht zu versuchen, Partitionen für Debian GNU/Linux unter Verwendung von Systemprogrammen anderer Betriebssysteme zu erstellen. Stattdessen sollten Sie nur die nativen Partitionen dieses Betriebssystems erstellen, die Sie behalten wollen. Wenn Sie mehr als ein Betriebssystem auf dem gleichen Gerät installieren, sollten Sie alle anderen Betriebssysteme installieren, bevor Sie mit der Linux-Installation beginnen. Windows- und andere Betriebssystem-Installationen könnten das Starten von Linux unmöglich machen, oder Ihnen empfehlen, nicht-eigene Partitionen neu zu formatieren. Sie können Beschädigungen durch solche Aktionen reparieren oder vermeiden, aber das vorherige Installieren dieser Systeme erspart Probleme. Wenn Sie momentan eine Festplatte mit nur einer Partition haben (eine gängige Einstellung für Desktop-Computer) und das aktuelle Betriebssystem und Debian per Multi-Boot starten wollen, so müssen Sie: 1. Alles auf dem Computer sichern. 2. Mit dem Installationsmedium des originalen Betriebssystems, wie der CD-ROM oder den Tapes, starten. 3. Verwenden Sie die nativen Partitionierungsprogramme von MacOS zum Erstellen der nativen Systempartition(en). Erzeugen Sie entweder eine Platzhalter-Partition oder lassen Sie freien Speicherplatz für Debian GNU/ Linux. 4. Installieren Sie das native Betriebssystem neu in seiner neuen (verkleinerten) Partition. 5. Starten Sie das native Betriebssystem, um sicherzustellen, dass alles funktioniert, und um die Debian-Installer-Bootdateien herunterzuladen. 6. Starten Sie den Debian-Installer, um mit der Debian-Installation weiterzumachen. 3.5.1. Partitionieren in Tru64 UNIX Tru64 UNIX, ehemals bekannt als Digital UNIX, welches wiederum vorher als OSF/1 bekannt war, verwendet ein Partitionsschema, das den BSD "disk labels" ähnlich ist, welches bis zu acht Partitionen pro Laufwerk erlaubt. Die Partitionen werden in Linux von "1" bis "8" durchnummeriert, und in UNIX von "a" bis "h" "durchbuchstabiert". Im Linux-Kernel ab Version 2.2 gilt: "1" entspricht "a", "2" entspricht "b" und so weiter. Zum Beispiel wird rz0e aus Tru64 UNIX unter Linux wahrscheinlich mit sda5 benannt. Partitionen in einem Tru64-Disk-Label dürfen überlappen. Wenn Tru64 diese Platte benutzt, ist es sogar nötig, dass die "c"-Partition die ganze Platte umfasst (also alle nicht-leeren Partitionen enthält). Unter Linux macht das sda3 identisch zu sda (sowie sdb3 zu sdb, wenn vorhanden, und so weiter). Allerdings kann partman, das Partitionierungswerkzeug des debian-installer, derzeit nicht mit überlappenden Partitionen umgehen. Deswegen ist es im Moment nicht empfehlenswert, Festplatten gleichzeitig unter Tru64 und Debian zu nutzen. Partitionen auf Tru64-Platten können aber unter Debian ins Dateisystem eingebunden werden, wenn die Installation abgeschlossen ist. Eine andere übliche Anforderung ist, dass die "a"-Partition am Anfang der Festplatte beginnt, so dass Sie immer den Bootblock mit dem Disk-Label enthält. Wenn Sie vorhaben, Debian von dieser Festplatte zu booten, müssen Sie mindestens 2MB hierfür einplanen, damit mindestens aboot und gegebenenfalls ein Kernel darauf passen. Beachten Sie jedoch, dass diese Partition nur aus Kompatibilitätsgründen vorhanden ist; legen Sie darauf kein Dateisystem an, um Daten zu speichern, sonst riskieren Sie Datenverlust. Es ist möglich und sogar sinnvoll, eine Swap-Partition unter UNIX und Linux gemeinsam zu benutzen. In diesem Fall muss jedoch mkswap bei jedem Start von Linux ausgeführt werden, wenn UNIX vorher gelaufen hat, da UNIX die Signatur der Swap-Partition beschädigt. Sie können mkswap über die Linux-Start-Up-Skripte ausführen, bevor Sie den Swap mit swapon -a aktivieren. Wenn Sie UNIX-Partitionen unter Linux einbinden möchten, müssen Sie beachten, dass Digital UNIX zwei verschiedene Dateisysteme, UFS und AdvFS, benutzen kann, Linux jedoch nur UFS versteht. 3.5.2. Partitionierung unter Windows NT Windows NT benutzt eine Partitionstabelle nach dem PC-Stil. Wenn Sie eine existierende FAT- oder NTFS-Partition verändern wollen, wird empfohlen, die nativen Windows NT-Werkzeuge (oder konventioneller das AlphaBIOS Setup-Menü) zu verwenden. Ansonsten ist es nicht wirklich notwendig, von Windows aus zu partitionieren; die Linux-Partitionsprogramme führen diese Arbeit im Normalfall besser durch. Beachten Sie: wenn Sie Windows NT starten, wird der Disk-Administrator möglicherweise anbieten, eine "harmlose Signatur" auf nicht-Windows-Festplatten zu schreiben, falls Sie welche haben. Lassen Sie dies niemals zu, da diese Signatur die Partitionsinformationen zerstören wird! Wenn Sie vorhaben, Linux von einer ARC/AlphaBios/ARCSBIOS-Konsole aus zu starten, benötigen Sie eine (kleine) FAT-Partition für MILO. 5MB reichen hierfür aus. Wenn Windows NT installiert ist, kann dessen 6MB große Bootstrap-Partition hierfür verwendet werden. Debian Etch unterstützt jedoch nicht die Installation von MILO. Wenn MILO bei Ihnen bereits installiert ist oder Sie MILO von einem anderen Medium installieren, kann Debian aber von ARC gebootet werden. 3.6. Hardware- und Betriebssystem-Setup vor der Installation Dieses Kapitel wird Sie durch die Hardware-Einstellungen vor der Installation leiten, die Sie eventuell machen müssen, bevor Sie Debian installieren. Dies beinhaltet das Überprüfen und eventuell Ändern von Firmware-Einstellungen für Ihr System. Die "Firmware" ist die von der Hardware genutzte interne Software; sie ist meistens höchst kritisch in den Bootprozess involviert (direkt nach dem Einschalten). Bekannte Hardware-Probleme, die die Betriebssicherheit von Debian GNU/Linux auf Ihrem System beeinträchtigen könnten, werden hier ebenfalls behandelt. Kapitel 4. System-Installationsmedien beschaffen Inhaltsverzeichnis 4.1. Offizielle Debian GNU/Linux-CD-ROMs 4.2. Dateien von einem Debian-Spiegelserver herunterladen 4.2.1. Wo Sie die Installations-Images finden 4.3. Dateien vorbereiten für TFTP-Netzwerk-Boot 4.3.1. Einen BOOTP-Server einrichten 4.3.2. Einen DHCP-Server einrichten 4.3.3. Den TFTP-Server aktivieren 4.3.4. Die TFTP-Images an ihren Platz befördern 4.4. Automatische Installation 4.4.1. Automatische Installation mit dem Debian-Installer 4.1. Offizielle Debian GNU/Linux-CD-ROMs Die bei weitem einfachste Methode, Debian GNU/Linux zu installieren, ist von einem Satz offizieller Debian-CD-ROMs. Sie können die CDs bei einem Händler kaufen (siehe die Verkäufer von Debian CDs-Seite). Sie können sich auch die CD-ROM-Images von einem Debian-Spiegelserver herunterladen und Ihren eigenen Satz CDs erstellen, wenn Sie eine schnelle Netzwerkverbindung und einen CD-Brenner haben (lesen Sie die Debian GNU/Linux auf CD-Seite bezüglich weiterer Details). Wenn Sie einen Satz Debian-CDs haben und Ihr Rechner kann auch von CD booten, können Sie direkt zum Kapitel 5, Das Installationssystem booten springen. Es wurde ein großer Aufwand betrieben, sicherzustellen, dass die Dateien, die die meisten Leute benötigen werden, auf den CDs enthalten sind. Obwohl ein kompletter Satz Binärpakete mehrere CDs erfordert, ist es unwahrscheinlich, dass Sie Pakete von der dritten CD oder darüber benötigen. Sie können sich auch für die DVD-Version entscheiden, was viel Platz in Ihrem Regal spart; außerdem vermeiden Sie dadurch den CD-Wechsel-Marathon. Wenn Ihre Maschine nicht von CD booten kann, Sie aber trotzdem einen Satz Debian-CDs haben, können Sie eine alternative Strategie verfolgen, wie zum Beispiel Netzwerk-Boot, oder Sie laden den Kernel manuell von der CD, um den Installer zu starten. Die Dateien, die Sie benötigen, um auf alternative Art zu booten, sind ebenfalls auf der CD. Das Debian-Netzwerk-Archiv und die Verzeichnisstruktur der CD sind identisch. Wenn also weiter unten Pfade zu Dateien im Archiv angegeben werden, können Sie diese Dateien auch im gleichen Verzeichnis/Unterverzeichnis auf der CD finden. Sobald der Installer gestartet ist, kann er alle anderen Dateien, die er benötigt, von der CD beziehen. Wenn Sie keine CDs haben, müssen Sie die Installer-Systemdateien herunterladen und speichern, z.B. auf einem per Netzwerk angebundenen Computer, so dass der Installer sie nutzen kann. 4.2. Dateien von einem Debian-Spiegelserver herunterladen Um den nächstliegenden (und damit vermutlich auch schnellsten) Debian-Spiegelserver zu finden, konsultieren Sie die Liste der Debian-Spiegel. Wenn Sie Dateien von einem Debian-Spiegelserver herunterladen, stellen Sie sicher, dass Sie im Binär-Modus herunterladen, nicht im Text- oder Automatikmodus. 4.2.1. Wo Sie die Installations-Images finden Die Installations-Images liegen auf jedem Debian-Spiegel im Verzeichnis debian/ dists/etch/main/installer-alpha/current/images/ - das MANIFEST listet alle Images samt ihrem Einsatzzweck auf. 4.2.1.1. Alpha-Installationsdateien Wenn Sie sich entscheiden, von der ARC-Konsolen-Firmware mittels MILO zu booten, müssen Sie eine Diskette vorbereiten, die MILO und LINLOAD.EXE aus dem angebotenen Disk-Image enthält. Mehr Informationen über Alpha-Firmware und Bootloader gibt Abschnitt 5.1.1, "Alpha Console-Firmware". Sie finden die Floppy-Images im MILO-Verzeichnis, benannt als milo_subarchitecture.bin. Unglücklicherweise konnten diese MILO-Images nicht getestet werden und deshalb könnten sie für einige Unterarchitekturen nicht funktionieren. Wenn Sie merken, dass es bei Ihnen nicht funktioniert, versuchen Sie, die passende MILO -Binärdatei auf die Diskette zu kopieren (ftp://ftp.debian.org/debian/dists/ etch/main/disks-alpha/current/MILO/). Bedenken Sie, dass diese MILO-Versionen keine verteilten EXT2-Superblocks ("sparse superblocks") unterstützen, sie können also nicht benutzt werden, um einen Kernel von einem neueren EXT2-Dateisystem zu laden. Um dieses Problem zu umgehen, können Sie den Kernel auf die FAT-Partition speichern, auf der auch MILO liegt. MILO-Binärdateien sind plattform-spezifisch. Abschnitt 2.1.2, "CPUs, Mainboards und Grafikunterstützung" hilft Ihnen, das passende MILO-Image für Ihre Alpha-Plattform zu finden. 4.3. Dateien vorbereiten für TFTP-Netzwerk-Boot Wenn Ihr Rechner mit einem Netzwerk (Local Area Network, LAN) verbunden ist, sind Sie vielleicht in der Lage, über das Netzwerk per TFTP von einem anderen Rechner aus zu booten. Wenn Sie dies vorhaben, müssen die Boot-Dateien in speziellen Verzeichnissen auf diesem entfernten Rechner abgelegt werden und der Rechner muss für das Booten speziell Ihrer Maschine konfiguriert werden. Sie müssen einen TFTP-Server einrichten und in vielen Fällen auch einen DHCP-Server oder einen BOOTP-Server. BOOTP ist ein IP-Protokoll, das einem Computer seine IP-Adresse mitteilt und wo er im Netzwerk ein Boot-Image findet. Das Dynamic-Host-Configuration-Protocol (DHCP) ist eine flexiblere, rückwärts-kompatible Erweiterung von BOOTP. Einige Systeme können nur per DHCP konfiguriert werden. Im Gegensatz zu OpenFirmware auf Sparc- und PowerPC-Maschinen kann die SRM-Konsole RARP nicht nutzen, um eine IP-Adresse zu beziehen; deswegen müssen Sie BOOTP verwenden, wenn Sie Ihren Alpha-Rechner per Netzwerk booten wollen^[2 ]Sie können ebenfalls die IP-Konfiguration für Netzwerk-Schnittstellen direkt in der SRM-Konsole eingeben. Das Trivial-File-Transfer-Protocol (TFTP) wird benutzt, um dem Client das Boot-Image zur Verfügung zu stellen. Theoretisch könnte jeder Server auf jeder Plattform benutzt werden, der diese Protokolle implementiert hat. In den Beispielen in diesem Abschnitt geben wir Kommandos für SunOS 4.x, SunOS 5.x (a.k.a. Solaris) und GNU/Linux an. 4.3.1. Einen BOOTP-Server einrichten Es gibt für GNU/Linux zwei BOOTP-Server: erstens den bootpd (CMU) und der zweite ist eigentlich ein DHCP-Server, der dhcpd (ISC). Sie sind in den Debian GNU/Linux-Paketen bootp bzw. dhcp3-server enthalten. Um den bootpd (CMU) zu nutzen, müssen Sie als erstes für die entsprechende Zeile in /etc/inetd.conf das Kommentarzeichen entfernen (bzw. die Zeile hinzufügen, falls noch nicht vorhanden). Unter Debian GNU/Linux erledigen Sie das mit update-inetd --enable bootps und anschließendem /etc/init.d/inetd reload. Für den Fall, dass Ihr Bootp-Server nicht unter Debian läuft, sollte die fragliche Zeile so aussehen: bootps dgram udp wait root /usr/sbin/bootpd bootpd -i -t 120 Jetzt müssen Sie die Datei /etc/bootptab erstellen. Sie hat das gewohnte kryptische Format wie die guten alten BSD-Dateien printcap, termcap und disktab. Mehr Informationen bekommen Sie auf der Handbuchseite von bootptab. Beim CMU-bootpd müssen Sie die Hardware-(MAC)Adresse des Clients kennen. Hier ein Beispiel für /etc/bootptab: client:\ hd=/tftpboot:\ bf=tftpboot.img:\ ip=192.168.1.90:\ sm=255.255.255.0:\ sa=192.168.1.1:\ ha=0123456789AB: Sie müssen zumindest den Eintrag "ha" anpassen, der die Hardwareadresse des Clients angibt. Der Eintrag "bf" legt fest, welche Datei der Client per TFTP bezieht; Abschnitt 4.3.4, "Die TFTP-Images an ihren Platz befördern" enthält mehr Details. Im Unterschied dazu ist es wirklich einfach, den ISC-dhcpd einzurichten, da dieser BOOTP-Clients gewissermaßen als Spezialfall von DHCP-Clients behandelt. Einige Architekturen erfordern eine komplexe Konfiguration, um Clients per BOOTP zu starten. Wenn Sie solch einen Fall haben, lesen Sie Abschnitt 4.3.2, "Einen DHCP-Server einrichten". Es könnte vielleicht ausreichen, in /etc/ dhcpd.conf den Eintrag allow bootp zu dem Block der Datei hinzuzufügen, der das Subnetz konfiguriert, zu dem Ihr Client gehört. Danach muss der dhcpd mit /etc/ init.d/dhcpd3-server restart neu gestartet werden. 4.3.2. Einen DHCP-Server einrichten Ein Free-Software-DHCP-Server ist der ISC-dhcpd. Für Debian GNU/Linux wird das dhcp3-server-Paket empfohlen. Hier eine beispielhafte Konfigurationsdatei (siehe /etc/dhcp3/dhcpd.conf): option domain-name "example.com"; option domain-name-servers ns1.example.com; option subnet-mask 255.255.255.0; default-lease-time 600; max-lease-time 7200; server-name "servername"; subnet 192.168.1.0 netmask 255.255.255.0 { range 192.168.1.200 192.168.1.253; option routers 192.168.1.1; } host clientname { filename "/tftpboot/tftpboot.img"; server-name "servername"; next-server servername; hardware ethernet 01:23:45:67:89:AB; fixed-address 192.168.1.90; } In diesem Beispiel gibt es einen Server servername, der alle Aufgaben von DHCP-Server, TFTP-Server und Netzwerk-Gateway übernimmt. Sie müssen natürlich die Domain-Namen-Einträge ändern wie auch den Servernamen und die Hardwareadresse der Clients. Der Eintrag filename sollte der Name der Datei sein, die per TFTP abgerufen wird. Nachdem Sie die Konfigurationsdatei des dhcpd verändert haben, starten Sie ihn mit /etc/init.d/dhcpd3-server restart neu. 4.3.3. Den TFTP-Server aktivieren Um den TFTP-Server einzurichten, sollten Sie als Erstes sicherstellen, dass tftpd aktiv ist. Dies können Sie mit einer Zeile wie der folgenden in /etc/ inetd.conf erreichen: tftp dgram udp wait nobody /usr/sbin/tcpd in.tftpd /tftpboot Die Debian-Pakete richten dies generell standardmäßig korrekt ein, wenn sie installiert werden. Anmerkung Früher haben TFTP-Server das Verzeichnis /tftpboot genutzt, um Images bereitzustellen. Allerdings verwenden Server aus Debian GNU/Linux-Paketen unter Umständen andere Verzeichnisse, um den Filesystem Hierarchy Standard (Festlegungen, an welcher Stelle im Dateisystem bestimmte Daten abgespeichert werden sollten) zu erfüllen. Zum Beispiel nutzt tftpd-hpa standardmäßig /var/ lib/tftpboot. Sie müssen also eventuell die Konfigurationsbeispiele aus diesem Kapitel entsprechend an Ihre Situation anpassen. Schauen Sie sich die Datei /etc/inetd.conf an und merken Sie sich das Verzeichnis, das als Argument hinter in.tftpd eingetragen ist^[3]; Sie werden es später benötigen. Wenn Sie /etc/inetd.conf ändern mussten, ist es nötig, dem laufenden inetd-Prozess mitzuteilen, dass sich die Konfigurationsdatei geändert hat. Auf einem Debian-Rechner erledigen Sie das mit /etc/init.d/inetd reload; auf anderen Maschinen müssen Sie die Prozess-ID von inetd herausfinden und kill -HUP Prozess-ID ausführen. 4.3.4. Die TFTP-Images an ihren Platz befördern Als nächstes legen Sie die TFTP-Bootimages, die Sie benötigen und die Sie wie in Abschnitt 4.2.1, "Wo Sie die Installations-Images finden" beschrieben finden können, im tftpd-Bootimage-Verzeichnis ab. Sie müssen unter Umständen einen Link von diesem Image auf die Datei anlegen, die tftpd benutzt, um einen speziellen Client zu booten. Bedauerlicherweise hängt der Name dieser Datei von dem TFTP-Client ab und es gibt dabei keine festen Standards. 4.3.4.1. TFTP-Boot von Alpha-Systemen Auf Alpha-Systemen müssen Sie den Dateinamen angeben (als relative Pfadangabe zum Bootimage-Verzeichnis), indem Sie entweder den SRM-boot-Befehl mit dem Parameter -file benutzen, oder Sie setzen die Umgebungsvariable BOOT_FILE. Alternativ können Sie auch den Dateinamen per BOOTP übergeben (benutzen Sie im ISC dhcpd die Anweisung filename). Im Unterschied zu OpenFirmware gibt es auf SRM keinen Standard-Dateinamen, Sie müssen also mit einer dieser Methoden einen Dateinamen angeben. 4.4. Automatische Installation Um Debian auf einer größeren Anzahl von Rechnern zu installieren, kann man vollautomatische Installationen durchführen. Debian-Pakete, die dafür vorgesehen sind: fai (benutzt einen Installationsserver), replicator, systemimager, autoinstall und der Debian-Installer selbst. 4.4.1. Automatische Installation mit dem Debian-Installer Der Debian-Installer bietet automatische Installationen über Voreinstellungs-Dateien an. Eine solche Voreinstellungs-Datei kann über das Netzwerk oder von einem Wechselmedium geladen werden und wird benutzt, um Fragen zu beantworten, die während des Installationsprozesses auftreten. Eine vollständige Dokumentation über das Voreinstellen inklusive einer funktionsfähigen Beispieldatei, die Sie sich anpassen können, finden Sie im Anhang B, Automatisieren der Installation mittels Voreinstellung. -------------- ^[2] Alpha-Systeme können auch per Netzwerk gebootet werden, indem man das DECNet MOP (Maintenance-Operations-Protocol) benutzt, aber dies wird hier nicht behandelt. Wahrscheinlich wird ein OpenVMS-Service vor Ort Sie gerne unterstützen, wenn Sie Probleme haben, Linux mit MOP auf Ihrem Alpha-Rechner zu booten. ^[3] Das Argument -l aktiviert bei einigen Versionen von in.tftpd die Log-Funktion, so dass Aufzeichnungen über alle Anfragen im System-Log protokolliert werden; dies könnte zur Fehlersuche bei Bootproblemen nützlich sein. Kapitel 5. Das Installationssystem booten Inhaltsverzeichnis 5.1. Starten des Installers auf Alpha-Systemen 5.1.1. Alpha Console-Firmware 5.1.2. Per TFTP booten 5.1.3. Booten von CD-ROM mit der SRM-Konsole 5.2. Boot-Parameter 5.2.1. Debian-Installer-Parameter 5.3. Beseitigen von Problemen während der Installation 5.3.1. Zuverlässigkeit von CD-ROMs 5.3.2. Boot-Konfiguration 5.3.3. Die Startmeldungen des Kernels deuten 5.3.4. Installationsprobleme berichten 5.3.5. Installationsberichte einschicken 5.1. Starten des Installers auf Alpha-Systemen 5.1.1. Alpha Console-Firmware Die Konsolen-Firmware ist in einem Flash-ROM gespeichert und wird gestartet, wenn ein Alpha-System eingeschaltet oder resettet wird. Es gibt zwei verschiedene Konsolen-Spezifikationen auf Alpha-Systemen und deswegen sind auch zwei Arten von Konsolen-Firmware verfügbar: * SRM Console basiert auf der Alpha Console Subsystem-Spezifikation, die eine Betriebsumgebung für OpenVMS, Tru64 UNIX und Linux-Betriebssysteme zur Verfügung stellt. * ARC, AlphaBIOS oder ARCSBIOS Console basiert auf der Advanced RISC Computing-(ARC)Spezifikation, die eine Betriebsumgebung für Windows NT zur Verfügung stellt. Aus der Perspektive des Benutzers gesehen ist der wichtigste Unterschied zwischen SRM und ARC, dass die Wahl der Konsole die möglichen Partitionsschemata der Festplatte einschränkt, von der Sie booten möchten. ARC erfordert, dass Sie eine MS-DOS-Partitionstabelle für die Boot-Platte verwenden (wie sie durch cfdisk erstellt wird). Deswegen ist die MS-DOS-Partitionstabelle das "native" Partitionsformat, wenn man von ARC bootet. Da AlphaBIOS allerdings ein Festplatten-Partitionierungswerkzeug enthält, sollten Sie es vorziehen, Ihre Festplatten über das Firmware-Menü zu partitionieren, bevor Sie Linux installieren. Auf der anderen Seite ist SRM inkompatibel^[4] zu MS-DOS-Partitionstabellen. Da Tru64 Unix das BSD-Disklabel-Format benutzt, ist dies das "native" Partitionsformat für SRM-Installationen. GNU/Linux ist das einzige Betriebssystem, das auf Alpha-Systemen von beiden Konsolentypen gebootet werden kann, aber Debian GNU/Linux 4.0 unterstützt nur das Booten von SRM-basierten Systemen. Wenn Sie eine Alpha-Maschine haben, für die keine SRM-Version verfügbar ist, wenn Sie ein Dual-Boot-System mit Windows-NT aufbauen möchten oder wenn Ihr Boot-Laufwerk für die BIOS-Initialisierung ARC-Konsolen-Support benötigt, können Sie nicht den Debian GNU/Linux 4.0-Installer verwenden. Sie können aber trotzdem Debian GNU/Linux 4.0 auf dieser Maschine laufen lassen, indem Sie andere Installationsmedien benutzen; z.B. können Sie zunächst Debian Woody mit MILO installieren und dann auf ein aktuelles Debian aktualisieren. Da MILO für keines der Alpha-Systeme der laufenden Produktion (seit Februar 2000) verfügbar ist und weil es nicht mehr nötig ist, eine OpenVMS- oder Tru64 Unix-Lizenz zu kaufen, um SRM-Firmware für ältere Alpha-Systeme zu bekommen, wird empfohlen, dass Sie wenn möglich SRM benutzen. Die folgende Tabelle fasst verfügbare und unterstützte Systemtypen bzw. Konsolenkombinationen zusammen (Abschnitt 2.1.2, "CPUs, Mainboards und Grafikunterstützung" enthält Infos über die Systemtypen-Bezeichnungen). Das Wort "ARC" in der Tabelle kennzeichnet alle ARC-konformen Konsolen. +-------------------------------------------------------------+ |Systemtyp | Unterstützter Konsolentyp | |----------+--------------------------------------------------| |alcor |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |avanti |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |book1 |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |cabriolet |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |dp264 |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |eb164 |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |eb64p |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |eb66 |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |eb66p |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |jensen |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |lx164 |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |miata |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |mikasa |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |mikasa-p |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |nautilus |ARC (siehe das Handbuch des Motherboards) oder SRM| |----------+--------------------------------------------------| |noname |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |noritake |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |noritake-p|nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |pc164 |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |rawhide |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |ruffian |nur ARC | |----------+--------------------------------------------------| |sable |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |sable-g |nur SRM | |----------+--------------------------------------------------| |sx164 |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |takara |ARC oder SRM | |----------+--------------------------------------------------| |xl |nur ARC | |----------+--------------------------------------------------| |xlt |nur ARC | +-------------------------------------------------------------+ Generell kann keine der Konsolen Linux direkt booten; es ist immer die Hilfe eines zwischengeschalteten Bootloaders erforderlich. Für die SRM-Konsole gibt es aboot, einen kleinen, plattform-unabhängigen Bootloader. Sehen Sie sich auch das (leider veraltete) SRM-Firmware-HowTo an. Die Mehrzahl von AlphaServer-Systemen und aller aktuellen Server und Workstations enthalten sowohl SRM wie auch AlphaBIOS in ihrer Firmware. Bei "half-flash"-Maschinen wie den verschiedenen Evaluation-Boards ist es möglich, zwischen den beiden Versionen umzuschalten, indem man die Firmware neu flasht. Auch ist es möglich, ARC/AlphaBIOS von einer Floppy zu starten, wenn SRM einmal installiert ist (benutzen Sie dazu den arc-Befehl). Aus den bereits erwähnten Gründen empfehlen wir, auf SRM umzusteigen, bevor Debian GNU/Linux installiert wird. Wie auf anderen Architekturen auch sollten Sie die neueste verfügbare Firmware-Version installieren,^[5] bevor Sie Debian GNU/Linux installieren. Für Alpha-Systeme können Sie Firmware-Updates auf Alpha Firmware Updates erhalten. 5.1.2. Per TFTP booten Unter SRM sind Ethernet-Schnittstellen mit ewa benannt und können mit dem show dev-Befehl aufgelistet werden, wie hier (leicht verändert): >>> show dev ewa0.0.0.9.0 EWA0 08-00-2B-86-98-65 ewb0.0.0.11.0 EWB0 08-00-2B-86-98-54 ewc0.0.0.2002.0 EWC0 00-06-2B-01-32-B0 Als erstes müssen Sie das Boot-Protokoll einstellen: >>> set ewa0_protocols bootp Stellen Sie jetzt sicher, dass der richtige Medientyp eingestellt ist: >>> set ewa0_mode mode Mit >>>set ewa0_mode bekommen Sie eine Liste der möglichen Modi. Um jetzt von der ersten Ethernet-Schnittstelle zu booten, geben Sie ein: >>> boot ewa0 -flags "" So wird mit den Standard-Kernel-Parametern gebootet, wie Sie im netboot-Image enthalten sind. Wollen Sie eine serielle Konsole benutzen, müssen Sie dem Kernel den Parameter console= übergeben. Dies wird mit dem -flags-Argument gemacht, das zum SRM-boot -Kommando hinzugefügt wird. Die seriellen Ports sind wie die entsprechenden Dateien in /dev benannt. Wenn Sie zusätzliche Kernelparameter verwenden, müssen Sie bestimmte Standardoptionen ebenfalls mit angeben, die von den debian-installer-Images benötigt werden. Ein Beispiel: um von ewa0 zu starten und die Konsole auf dem ersten seriellen Port zu nutzen, müssen Sie eintippen: >>> boot ewa0 -flags "root=/dev/ram ramdisk_size=16384 console=ttyS0" 5.1.3. Booten von CD-ROM mit der SRM-Konsole Die Debian GNU/Linux-Installations-CDs enthalten verschiedene vorkonfigurierte Boot-Optionen für VGA und serielle Konsole. Tippen Sie >>> boot xxxx -flags 0 ein, um mittels VGA-Konsole zu booten, wobei xxxx die SRM-Bezeichnung Ihres CD-ROM-Laufwerk ist. Um die serielle Konsole auf dem ersten seriellen Port zu nutzen, tippen Sie folgendes ein: >>> boot xxxx -flags 1 Und für die Konsole auf dem zweiten seriellen Port dies: >>> boot xxxx -flags 2 5.2. Boot-Parameter Boot-Parameter sind Parameter für den Linux-Kernel, die generell genutzt werden, damit Peripheriegeräte korrekt behandelt werden können. In den meisten Fällen kann der Kernel Informationen über die Geräte automatisch abfragen. In einigen Fällen jedoch müssen Sie ihm ein bisschen helfen. Wenn Sie das Debian-System das erste Mal booten, versuchen Sie es mit den Standardparametern (was bedeutet: geben Sie einfach keine Parameter an) und schauen Sie, ob es korrekt funktioniert. Vielleicht tut es das. Falls nicht, können Sie später erneut starten und spezielle Parameter ausprobieren, die den Kernel über Ihre Hardware informieren. Informationen über viele Boot-Parameter finden Sie im Linux BootPrompt-HowTo, inklusive Tipps für problematische Hardware. Dieses Kapitel enthält nur einen Abriss der wichtigsten Parameter. Einige häufig vorkommenden Problemfälle sind in Abschnitt 5.3, "Beseitigen von Problemen während der Installation" beschrieben. Wenn der Kernel bootet, sollte ziemlich früh während des Prozesses eine Nachricht wie Memory:availk/totalk available erscheinen. Total sollte der Summe des installierten Arbeitsspeichers in Kilobyte entsprechen. Wenn dem nicht so ist, müssen Sie den Parameter mem=ram verwenden, wobei ram durch den Gesamtwert des Arbeitsspeichers ersetzt werden muss (mit einem nachfolgenden "k" für Kilobyte oder "m" für Megabyte). Ein Beispiel: sowohl mem=65536k wie auch mem=64m entsprechen 64MB RAM. Wenn Sie mit einer seriellen Konsole booten, wird der Kernel dies normalerweise automatisch erkennen. Wenn der Rechner, den Sie per serieller Konsole installieren wollen, auch eine Grafikkarte (für Framebuffer) und eine Tastatur hat, müssen Sie dem Kernel das Boot-Argument console=device mitgeben, wobei device Ihrer seriellen Schnittstelle entspricht, also normalerweise etwas wie ttyS0. 5.2.1. Debian-Installer-Parameter Das Installationssystem kennt ein paar zusätzliche Boot-Parameter^[6], die vielleicht nützlich sein könnten. Einige Parameter haben eine "Kurzform", die dabei hilft, die Einschränkungen für die Kernel-Kommandozeilenoptionen zu umgehen und außerdem wird die Eingabe des Parameters vereinfacht. Wenn eine Kurzform für einen Parameter existiert, wird sie in Klammern hinter der (normalen) langen Form angegeben. Beispiele in diesem Kapitel benutzen normalerweise auch die Kurzform. debconf/priority (priority) Dieser Parameter legt die niedrigste Prioritätsstufe von Meldungen fest, die angezeigt werden (alle Meldungen mit niedrigerer Priorität als hier angegeben werden unterdrückt). Die Standardinstallation nutzt priority=high. Dies bedeutet, dass Meldungen mit hoher und kritischer Priorität angezeigt werden, Meldungen mit Priorität medium oder niedrig werden unterdrückt. Treten Probleme auf, verändert der Installer die Priorität nach Bedarf. Wenn Sie priority=medium als Boot-Parameter angeben, wird das Installationsmenü angezeigt und gibt Ihnen mehr Kontrolle über die Installation. Wird priority=low benutzt, werden alle Meldungen angezeigt (dies entspricht dem Experten-Modus). Bei priority=critical zeigt das Installationssystem nur kritische Meldungen an und versucht, ohne viel Klamauk das Richtige zu tun. DEBIAN_FRONTEND Dieser Boot-Parameter kontrolliert die Art der Benutzer-Schnittstelle, die für den Installer benutzt wird. Mögliche Einstellungen sind: * DEBIAN_FRONTEND=noninteractive * DEBIAN_FRONTEND=text * DEBIAN_FRONTEND=newt * DEBIAN_FRONTEND=gtk DEBIAN_FRONTEND=newt ist das Standard-Frontend. DEBIAN_FRONTEND=text könnte man bevorzugt für Installationen per serieller Konsole nutzen. Allgemein ist auf Standard-Installationsmedien nur das newt-Frontend vorhanden; auf Architekturen, auf denen der grafische Installer unterstützt wird, benutzt er das gtk-Frontend. BOOT_DEBUG Ist dieser Bootparameter auf 2 gesetzt, wird der Bootprozess des Installers ausführlich protokolliert. Auf 3 gesetzt bewirkt er, dass an strategischen Punkten des Bootprozesses eine Shell zur Fehlersuche gestartet wird (schließen Sie die Shell, um den Bootprozess fortzusetzen). BOOT_DEBUG=0 Dies ist die Standardeinstellung. BOOT_DEBUG=1 Wortreicher als der Standard. BOOT_DEBUG=2 Viele Informationen (z.B. zur Fehlersuche). BOOT_DEBUG=3 An verschiedenen Stellen des Boot-Prozesses wird eine Shell gestartet, um detaillierte Fehlersuche zu ermöglichen. Schließen Sie die Shell, um den Bootvorgang fortzusetzen. INSTALL_MEDIA_DEV Der Wert dieses Parameters ist der Pfad zu dem Gerät, von dem der Installer geladen wird. Ein Beispiel: INSTALL_MEDIA_DEV=/dev/floppy/0 Die Boot-Floppy scannt normalerweise alle verfügbaren Floppy-Laufwerke, um die Root-Floppy zu finden; der Parameter kann dies überschreiben, so dass nur dieses eine Gerät durchsucht wird. debian-installer/framebuffer (fb) Auf einigen Architekturen wird der Kernel-Framebuffer benutzt, um die Installation in vielen verschiedenen Sprachen anbieten zu können. Falls der Framebuffer auf Ihrem System Probleme macht, können Sie ihn mit dem Parameter fb=false deaktivieren. Symptome für diese Probleme können Fehlermeldungen betreffend "bterm" oder "bogl" sein sowie ein schwarzer Bildschirm oder ein Einfrieren des Systems ein paar Minuten nach dem Installationsstart. debian-installer/theme (theme) Ein Theme legt fest, wie die Benutzerschnittstelle des Installers aussieht (Farben, Icons etc.) Welche Themes verfügbar sind, ist je nach Frontend verschieden. Derzeit haben sowohl das Newt- wie auch das Gtk-Frontend nur ein, "dark" genanntes Theme, das für visuell beeinträchtigte Benutzer erstellt wurde. Sie verwenden dieses Theme, indem Sie mit dem Parameter theme=dark booten. debian-installer/probe/usb Auf false gesetzt unterbindet dieses Argument die Suche nach USB-Geräten für den Fall, dass diese sonst Probleme verursacht. netcfg/disable_dhcp Standardmäßig versucht der debian-installer, die Netzwerkkonfiguration per DHCP zu beziehen. Wenn dies erfolgreich ist, haben Sie keine Chance mehr, sich anders zu entscheiden und die Einstellungen manuell zu ändern. Das manuelle Netzwerksetup kann man nur erreichen, wenn die DHCP-Abfrage fehlschlägt. Wenn Sie einen DHCP-Server in Ihrem lokalen Netzwerk haben, ihn aber umgehen wollen, z.B. weil er falsche Antworten gibt, können Sie den Parameter netcfg/disable_dhcp=true benutzen, um die Konfiguration per DHCP zu unterdrücken und die Daten manuell einzugeben. hw-detect/start_pcmcia Setzen Sie diesen Parameter auf false, um den Start von PCMCIA-Diensten zu verhindern, falls dies sonst Probleme verursacht. Einige Laptops sind bekannt für solche Phänomene. preseed/url (url) Geben Sie die URL einer Voreinstellungs-Datei an, die heruntergeladen und benutzt wird, um die Installation zu automatisieren. Siehe auch Abschnitt 4.4, "Automatische Installation". preseed/file (file) Geben Sie den Pfad zu einer Voreinstellungs-Datei an, die geladen werden kann, um die Installation zu automatisieren. Siehe auch Abschnitt 4.4, "Automatische Installation". preseed/interactive Setzen Sie diesen Parameter auf true, um auch Fragen anzuzeigen, obwohl Sie voreingestellt werden. Dies kann zum Testen oder zur Fehlersuche an der Voreinstellungsdatei nützlich sein. Beachten Sie, dass dies bei solchen Parametern, die als Boot-Parameter angegeben werden, keinen Effekt haben wird; für solche kann aber eine spezielle Syntax genutzt werden. Siehe Abschnitt B.5.2, "Voreinstellung nutzen, um Standardantworten auf Fragen zu ändern". auto-install/enable (auto) Fragen, die eigentlich gestellt werden, bevor Voreinstellung greift, können aufgeschoben werden, bis das Netzwerk konfiguriert ist. Siehe Abschnitt B.2.3, "Auto-Modus", wie Sie dies für automatisierte Installationen nutzen können. cdrom-detect/eject Standardmäßig wirft der debian-installer automatisch das optische Installationsmedium aus, bevor er den Rechner neu startet. Dies kann jedoch unnötig sein, falls das System eh nicht automatisch von CD bootet. In einigen Fällen könnte es sogar unerwünscht sein, wenn z.B. das optische Laufwerk das Medium nicht selbst wieder einlegen kann und der Benutzer nicht vor Ort ist, um dies manuell zu erledigen. Viele Slot-In-, Slim-Line- und Cartridge-Laufwerke können Medien nicht automatisch neu einlegen/ einziehen. Setzen Sie diesen Parameter auf false, um das automatische Auswerfen des Mediums zu deaktivieren und stellen Sie sicher, dass das System nach der Basisinstallation nicht mehr vom optischen Laufwerk bootet. debian-installer/allow_unauthenticated Standardmäßig verlangt der Installer, dass Paketquellen (Repositories) mittels bekannter GPG-Schlüssel authentifiziert werden. Setzen Sie dies auf true, um die Authentifizierung zu deaktivieren. Warnung: unsicher, nicht empfohlen. ramdisk_size Dieser Parameter sollte bereits auf einen passenden Wert gesetzt sein, falls er benötigt wird; verändern Sie ihn nur, falls Sie Fehler während des Bootens beobachten, die den Schluss zulassen, dass die Ramdisk nicht komplett geladen werden konnte. Der Wert wird in kB angegeben. rescue/enable Setzen Sie dies auf true, um den Rettungsmodus zu starten statt eine normale Installation durchzuführen. Siehe Abschnitt 8.7, "Ein kaputtes System reparieren". 5.2.1.1. Boot-Parameter benutzen, um Fragen automatisiert zu beantworten Mit einigen Ausnahmen kann für jede während der Installation gestellte Frage am Bootprompt eine Antwort vorgegeben werden, obwohl dies nur in speziellen Fällen sinnvoll ist. Generelle Anweisungen, wie Sie dies erledigen, finden Sie im Abschnitt B.2.2, "Boot-Parameter nutzen, um Fragen automatisiert zu beantworten". Einige spezielle Beispiele sind weiter unten aufgelistet. debian-installer/locale (locale) Kann genutzt werden, um sowohl die Sprache wie auch das Land für die Installation anzugeben. Dies funktioniert nur, wenn die angegebene Locale in Debian unterstützt wird. Um zum Beispiel Deutsch als Sprache zu verwenden und Schweiz als Land, nutzen Sie locale=de_CH. anna/choose_modules (modules) Kann benutzt werden, um Installer-Komponenten zu laden, die standardmäßig nicht geladen werden. Ein Beispiel für eine solche, vielleicht nützliche zusätzliche Komponente ist openssh-client-udeb (um scp während der Installation verwenden zu können) oder ppp-udeb (siehe Abschnitt D.4, "Debian GNU/Linux über PPP over Ethernet (PPPoE) installieren"). netcfg/disable_dhcp Setzen Sie dies auf true, wenn Sie DHCP deaktivieren möchten und stattdessen statische Netzwerkkonfiguration erzwingen möchten. mirror/protocol (protocol) Standardmässig nutzt der Installer das http-Protokoll, um Dateien von Debian-Spiegelservern herunterzuladen und es ist während einer Installation in normaler Priorität nicht möglich, dies auf ftp zu ändern. Indem dieser Parameter auf ftp gesetzt wird, kann der Installer gezwungen werden, dieses Protokoll zu verwenden. Beachten Sie, dass Sie derzeit keinen ftp-Spiegelserver aus der Liste auswählen können; Sie müssen den Hostnamen des Servers manuell eingeben. tasksel:tasksel/first (tasks) Dies kann genutzt werden, um Programmgruppen zu installieren, die in der interaktiven Liste von tasksel nicht verfügbar sind, wie z.B. kde-desktop. Siehe Abschnitt 6.3.5.2, "Software auswählen und installieren (pkgsel)" für zusätzliche Informationen. 5.2.1.2. Parameter für Kernelmodule angeben Wenn Treiber in den Kernel einkompiliert sind, können Sie Parameter für sie angeben wie in der Kerneldokumentation beschrieben. Wenn allerdings die Treiber als Module kompiliert sind und weil Kernelmodule während einer Installation ein wenig anders geladen werden wie beim Booten eines installierten System, ist es nicht möglich, Parameter für die Module auf die gleiche Art anzugeben wie gewöhnlich. Statt dessen müssen Sie eine spezielle Syntax einhalten, die vom Installer erkannt wird und sicherstellt, dass die Parameter in den passenden Konfigurationsdateien gespeichert werden und beim eigentlichen Laden der Module genutzt werden. Außerdem werden die Parameter automatisch zur Konfiguration des installierten System hinzugefügt. Beachten Sie, dass es mittlerweile sehr selten ist, Parameter für Module angeben zu müssen. In den meisten Fällen kann der Kernel die im System vorhandene Hardware erkennen und auf dem Wege gute Voreinstellungen setzen. In einigen Situationen könnte es allerdings trotzdem nötig sein, Parameter manuell zu setzen. Die zu verwendende Syntax, um Parameter für Module zu setzen: Modulname.Parametername=Wert Müssen Sie mehrere Parameter für das gleiche oder andere Module angeben, wiederholen Sie es einfach. Um zum Beispiel eine alte 3Com-Netzwerkkarte so einzustellen, dass der BNC-(Koax-)Anschluss und der Interrupt IRQ 10 verwendet wird, nutzen Sie dies: 3c509.xcvr=3 3c509.irq=10 5.2.1.3. Kernel-Module als gesperrt markieren Manchmal könnte es nötig sein, ein Modul als gesperrt zu markieren, um zu verhindern, dass es automatisch vom Kernel und von udev geladen wird. Ein Grund dafür könnte sein, dass ein spezielles Modul Probleme mit Ihrer Hardware verursacht. Außerdem listet der Kernel manchmal zwei verschiedene Treiber für das gleiche Gerät. Dies könnte zu inkorrekter Funktion des Gerätes führen, falls der Treiber zu einem Konflikt führt oder der falsche Treiber zuerst geladen wird. Sie können mit der folgenden Syntax ein Modul als gesperrt markieren: Modul-Name.blacklist=yes. Das führt dazu, dass das Modul in /etc/modprobe.d/ blacklist.local eingetragen wird; es wird sowohl für die Installation wie auch später für das installierte System gesperrt. Beachten Sie, dass das Modul trotzdem noch vom Installationssystem selbst geladen werden könnte. Sie können dies verhindern, indem Sie die Installation im Expert-Modus durchführen und das Modul in den Listen der zu ladenden Module (während der Hardware-Erkennung) deaktivieren. 5.3. Beseitigen von Problemen während der Installation 5.3.1. Zuverlässigkeit von CD-ROMs Manchmal schlägt der Start des Installers von CD-ROM fehl, speziell bei älteren CD-ROM-Laufwerken. Auch könnte es möglich sein - sogar wenn erfolgreich von CD-ROM gebootet wurde - dass der Installer die CD-ROM nicht mehr erkennt oder Fehler ausgibt, wenn er während der Installation von der CD liest. Es gibt viele verschiedene Gründe, die dies verursachen könnten. Wir können hier nur einige allgemeine Probleme auflisten und generelle Empfehlungen geben, wie Sie damit umgehen sollten. Der Rest liegt bei Ihnen. Es gibt zwei einfache Dinge, die Sie zunächst ausprobieren sollten. * Wenn die CD-ROM nicht bootet, überprüfen Sie, ob Sie korrekt eingelegt wurde und nicht verschmutzt ist. * Erkennt der Installer die CD-ROM nicht mehr, wählen Sie ein zweites Mal die Option CD-ROM erkennen und einbinden aus dem Menü. Es ist uns bekannt, dass einige Probleme bezüglich DMA bei älteren CD-ROM-Laufwerken auf diese Weise behoben werden können. Falls dies nicht funktioniert, probieren Sie die Empfehlungen weiter unten aus. Die meisten dieser Empfehlungen gelten sowohl für CD-ROM- wie auch für DVD-Laufwerke, aber wir verwenden der Einfachheit halber nur den Begriff CD-ROM. Sollten Sie die Installation überhaupt nicht per CD-ROM zum Laufen bekommen, versuchen Sie eine der anderen verfügbaren Installationsmethoden. 5.3.1.1. Allgemeine Probleme * Einige ältere CD-ROM-Laufwerke unterstützen nicht das Lesen von Disks, die mit modernen CD-Brennern in hoher Geschwindigkeit gebrannt wurden. * Wenn Ihr System von der CD-ROM bootet, heißt das nicht zwingend, dass das Laufwerk auch von Linux unterstützt wird (bzw. vielmehr der Controller, an den Ihr CD-ROM-Laufwerk angeschlossen ist). * Einige ältere CD-ROM-Laufwerke arbeiten nicht korrekt, wenn "Direct Memory Access" (DMA) aktiviert ist. 5.3.1.2. Wie Sie Probleme untersuchen und vielleicht auch lösen Falls die CD-ROM nicht bootet, versuchen Sie dies: * Überprüfen Sie, ob das BIOS Ihres Rechners das Booten von CD-ROM unterstützt (ältere System tun dies möglicherweise nicht) und ob Ihr Laufwerk zu dem Medium kompatibel ist, das Sie nutzen. * Falls Sie ein iso-Image heruntergeladen haben, überprüfen Sie, ob die md5sum-Prüfsumme des Images mit der übereinstimmt, die in der Datei MD5SUMS für dieses Image aufgelistet ist. Sie sollten diese Datei dort finden, wo Sie auch das Image heruntergeladen haben. $ md5sum debian-testing-i386-netinst.iso a20391b12f7ff22ef705cee4059c6b92 debian-testing-i386-netinst.iso Überprüfen Sie auch, ob die md5sum-Prüfsumme der gebrannten CD korrekt ist. Dies sollten Sie mit dem folgenden Kommando erledigen können. Es nutzt die Größe des Images, um die korrekte Zahl an Bytes von der CD-ROM zu lesen. $ dd if=/dev/cdrom | \ > head -c `stat --format=%s debian-testing-i386-netinst.iso` | \ > md5sum a20391b12f7ff22ef705cee4059c6b92 - 262668+0 records in 262668+0 records out 134486016 bytes (134 MB) copied, 97.474 seconds, 1.4 MB/s Wenn die CD-ROM nicht mehr erkannt wird, nachdem der Installer erfolgreich davon gestartet hat, kann es funktionieren, es einfach noch einmal zu probieren. Haben Sie mehr als ein CD-ROM-Laufwerk, versuchen Sie, die CD-ROM in das andere Laufwerk einzulegen. Funktioniert dies auch nicht oder die CD-ROM wird zwar erkannt, aber es gibt trotzdem Fehler beim Lesen, versuchen Sie die folgenden Empfehlungen. Dazu sind einige grundlegende Linux-Kenntnisse nötig. Um die aufgelisteten Kommandos auszuführen, sollten Sie zunächst auf die zweite virtuelle Konsole (VT2) wechseln und dort die Shell aktivieren. * Wechseln Sie auf VT4 oder lesen Sie den Inhalt der Datei /var/log/syslog (nutzen Sie nano als Editor), um zu überprüfen, ob eventuell spezielle Fehlermeldungen vorhanden sind. Überprüfen Sie danach auch die Ausgabe von dmesg. * Kontrollieren Sie in der Ausgabe von dmesg, ob Ihr CD-ROM-Laufwerk erkannt wurde. Es sollte etwas ähnliches angezeigt werden wie dies (die Zeilen müssen allerdings nicht zwingend direkt aufeinander folgend angezeigt werden): Probing IDE interface ide1... hdc: TOSHIBA DVD-ROM SD-R6112, ATAPI CD/DVD-ROM drive ide1 at 0x170-0x177,0x376 on irq 15 hdc: ATAPI 24X DVD-ROM DVD-R CD-R/RW drive, 2048kB Cache, UDMA(33) Uniform CD-ROM driver Revision: 3.20 Sollten Sie solche Zeilen nicht finden, besteht die Möglichkeit, dass der Controller, an den Ihr Laufwerk angeschlossen ist, nicht erkannt wurde oder von Linux nicht unterstützt wird. Falls Sie wissen, welcher Treiber dafür benötigt wird, können Sie versuchen, ihn mit modprobe zu laden. * Überprüfen Sie, ob eine Gerätedatei (device node) für Ihr CD-ROM-Laufwerk in /dev/ existiert. In dem obigen Beispiel wäre dies /dev/hdc. Es sollte auch /dev/cdroms/cdrom0 existieren. * Kontrollieren Sie mittels mount, ob die CD-ROM bereits ins Dateisystem eingebunden ist; falls nicht, erledigen Sie dies manuell: $ mount /dev/hdc /cdrom Achten Sie darauf, ob nach diesem Befehl irgendwelche Fehlermeldungen angezeigt werden. * Überprüfen Sie, ob DMA im Moment aktiviert ist: $ cd /proc/ide/hdc $ grep using_dma settings using_dma 1 0 1 rw Eine "1" an der ersten Stelle hinter "using_dma" bedeutet, dass DMA aktiviert ist. Sollte dies so sein, versuchen Sie, es zu deaktivieren: $ echo -n "using_dma:0" >settings Stellen Sie sicher, dass Sie sich in dem Verzeichnis befinden, das zu Ihrem CD-ROM-Laufwerk gehört. * Falls während der Installation irgendwelche Probleme auftreten, überprüfen Sie die Integrität der CD-ROM mittels der entsprechenden Option im Hauptmenü des Installers (ziemlich weit unten). Sie können dies auch nutzen, um zu testen, ob die CD-ROM zuverlässig gelesen werden kann. 5.3.2. Boot-Konfiguration Wenn Sie Probleme haben und der Kernel bleibt während des Bootprozesses hängen oder Ihre Peripherie bzw. Laufwerke werden nicht korrekt erkannt, sollten Sie als erstes die Boot-Parameter überprüfen, die in Abschnitt 5.2, "Boot-Parameter" erläutert werden. Oft können Probleme gelöst werden, indem man Erweiterungen und Peripheriegeräte entfernt und dann erneut bootet. Wenn Sie viel Arbeitsspeicher in Ihrem Rechner installiert haben (mehr als 512MB) und der Installer hängt, während der Kernel bootet, müssen Sie möglicherweise ein Boot-Argument angeben,